Käthe-Kollwitz-Preis 2019: Hito Steyerl.

15.02.2019

Die Eröffnung und Preisverleihung findet am 20. Februar 2019, 19 Uhr in der Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin statt.

Mit der Verleihung des Käthe-Kollwitz-Preises 2019 an Hito Steyerl ehrt die Akademie der Künste eine internationale Künstlerin, deren besonderes Interesse den Medien, der Technologie und der Verbreitung von Bildern gilt. Ihr Werk umfasst Texte, Performances, Multimedia-Installationen und essayistische Dokumentarfilme, in denen sie sich mit postkolonialer Kritik, feministischer Repräsentationslogik sowie den Einflüssen der Globalisierung auf den Finanz-, Arbeits- und Warenmarkt auseinandersetzt. Die Jury bildeten die Akademie-Mitglieder Douglas Gordon, Katharina Grosse und Ulrike Lorenz.

Die Akademie der Künste zeigt anlässlich der Preisverleihung vom 21. Februar bis 14. Apri 2019 u. a. die raumgreifende Installation »Hell Yeah We Fuck Die« (2016) aus stählernen Absperrelementen und Wänden mit kompilierten Video-Audio-Sequenzen humanoider Roboter. Hier konkretisiert Steyerl die Frage nach dem Einfluss virtueller Realitäten auf die User*innen und Rezipient*innen im Hinblick auf die Rolle von Computertechnologien in Kriegssi-tuationen. Auch die zweikanalige Videoarbeit »Abstract« (2012) konfrontiert die Überbleibsel einer militärischen Konfliktsituation in der von Kurden bevölkerten Osttürkei mit Handybildern der Künstlerin auf dem Pariser Platz. Die Preisträgerin zeigt außerdem auf einer LED-Wand ihre filmische Studie »Empty Centre« (Leere Mitte, 1998). Ebenso sind die Videoarbeiten »Normality 6« (1999) und »Babenhausen« (1997) zu sehen. Hito Steyerl (geb. 1966 in München) ist Professorin für Experimentalfilm und Video sowie Mitbegründerin des Research Centers for Proxy Politics an der Universität der Künste Berlin. Sie studierte in Tokio und München Kinematographie und Dokumentarfilmregie. 2003 schloss sie ihre Promotion in Philosophie an der Akademie der Bildenden Künste Wien ab. Ihre Werke wurden unter anderem auf der Biennale in Venedig, im Museum of Contemporary Art, Los Angeles, und im Museum of Modern Art (MoMA), New York, ausgestellt.  Der Käthe-Kollwitz-Preis, den die Akademie der Künste jährlich an eine bildende Künstlerin / einen bildenden Künstler vergibt, ist mit 12.000 Euro dotiert. Bisherige Preisträger waren u. a. Adrian Piper (2018), Katharina Sieverding (2017), Edmund Kuppel (2016), Bernard Frize (2015), Corinne Wasmuht (2014). Köln, Trägerin des Käthe Kollwitz Museum Köln.  Info: www.adk.de/de/akademie/preise-stiftungen/Kollwitz_Preis.htm

Dominik Halmer im Oldenburger Kunstverein.

14.02.2019

Seine Gemälde und Bildobjekte basieren auf der Vorstellung einer sich mit dem Realraum verknüpfenden Malerei. In seinen vielschichtigen Werken werden dreidimensionale Gegenstände mit gemalten Elementen und Gesten in Beziehung gesetzt. Verbunden durch visuelle Analogien prallen unterschiedliche Realitätsebenen aufeinander. Halmer spielt dabei mit einem inneren Referenzsystem, in dem eine regelhafte Beziehung zwischen Leinwandbild, Objekt und Raumzeichen suggeriert wird. Im Ausstellungsraum lässt der Künstler die einzelnen Werke installativ und mittels graphischer Zeichen an der Wand in einen Dialog treten, der grundlegende Ideen von Prozess- und Sinnhaftigkeit thematisiert. Dominik Halmers Installation großformatiger Bildobjekte, die unter dem Titel »TERRITORY« im Museum Wiesbaden zu sehen war, wird nun in anderer Konstellation im Oldenburger Kunstverein gezeigt und um eine ganz neue Werkgruppe erweitert. Bis zum 14. April 2019. Info: Oldenburger Kunstverein, Damm 2a, 26135 Oldenburg, Fon 0441/27109. www.oldenburger-kunstverein.de

Brigtte Franzen ist Kuratorin der 14. Triennale Kleinplastik Fellbach 2019.

13.02.2019

»40.000 – Ein Museum der Neugier« vom 1. Juni bis 29. September 2019.
Mit ihrer 14. Ausgabe wagt sie erstmals die historische Tiefenbohrung und geht 40.000 Jahre zurück. Die  ältesten bekannten Kunstwerke der Menschheit wurden just in der Nähe von Fellbach, auf der Schwäbischen Alb, gefunden  kleine, vor rund 40.000 Jahren entstandene eiszeitliche Skulpturen, die womöglich hier erschaffen wurden, aber auch genauso gut Relikte einer frühen Migration sein könnten. Dies nimmt die diesjährige Kuratorin Brigitte Franzen (*1966) zum Anlass, sich intensiv mit dem Phänomen des »Kleinformatigen« auseinanderzusetzen. 
Brigitte Franzen  ist Kunst- und Kulturwissenschaftlerin. Sie ist Vorstand der Peter und Irene Ludwig Stiftung. Von 2009 bis 2015 war sie Direktorin des Ludwig Forums für Internationale Kunst in Aachen. Von 2005 bis 2008 arbeitete sie als Kuratorin für Gegenwartskunst am Westfälischen Landesmuseum und war Kuratorin der Skulptur Projekte Münster 2007. Als Autorin und Herausgeberin veröffentlichte sie zahlreiche Publikationen zur Gegenwartskunst. Sie hatte Lehraufträge u. a. an der Akademie der Bildenden Künste in München und an der Universität Köln. www.triennale.de