Die Künstlerin Effrosyni Kontogeorgou erhält den 43. Bremer Förderpreis für Bildende Kunst

Die Künstlerin Effrosyni Kontogeorgou erhält den 43. Bremer Förderpreis für Bildende Kunst für ihre Arbeit »Höhere Gewalt oder wie der Flügelschlag eines Rohrsängers einen Platzregen auslöst«. Das Preisgeld beträgt 6.000 Euro, dazu kommen eine Einzel-katalogförderung von 3.000 Euro sowie eine spätere Einzelausstellung in der Städtischen Galerie Bremen. Die Preisträgerin bzw. der Preisträger wird in einem zweistufigen Verfahren bestimmt. Aus den Bewerbungen wählt eine regionale Vorschlags-kommission die Teilnehmer und Teilnehmerinnen für eine Ausstellung in der Städtischen Galerie Bremen aus. Aus dieser Ausstellung hat eine überregionale Jury (Sergey Harutoonian, Peter Kruska, Michaela Melián, Noor Mertens, Kristina Scepanski) sich für Effrosyni Kontogeorgou entschieden: »Kontogeorgou schafft mit ihrer Arbeit ‘Höhere Gewalt oder wie der Flügelschlag eines Rohrsängers einen Platzregen auslöst’ auf überzeugende Art und Weise eine poetische Gegenüberstellung von Ausstellungsraum und der Außenwelt, die im Einsatz des künstlichen Regenschauers eine sinnliche Verknüpfung erhält.« www. staedtischegalerie-bremen.de

Adam Budak wird neuer Direktor der Kestner Gesellschaft.

 Der 1966 geborene Adam Budak übernimmt ab 1. November 2020 die künstlerische Leitung des Hauses. Adam Budak studierte Theaterwissenschaften und Philosophie in Krakau (Polen) sowie Kunstgeschichte in Prag (Tschechien) und Colchester (England). Neben seiner Tätigkeit als Gastdozent an der Kunsthochschule in Gent (Belgien)und an der Jagiellonien-Universität Krakau war Budak an verschiedenen internationalen Kunsthäusern als Kurator tätig: von 1998 bis 2003 am Ausstellungshaus Bunkier Sztuki in Krakau, von 2003 bis 2011 am Kunsthaus Graz, von 2012 bis 2013 am Hirshhorn Museum and Sculpture Garden in Washington D.C.(USA). Budak hat darüber hinaus zahlreiche große Ausstellungen kuratiert, darunter den polnischen Pavillon der 9. Architekturbiennale in Venedig (2004), die Manifesta 7 (2007), den estnischen Pavillon der 55. Biennale in Venedig (2013), aktuell die Biennale Gherdëina 7 (2020). Er war auch  Kommissar  des tschechischen  Pavillons der 56. und  58. Biennale in  Venedig  (2015,  2019). Budak arbeitete u. a.  mit  Louise Bourgeois, John  Baldessari, Maria  Lassnig, Katharina Grosse, Sharon Lockhart, Julian Rosefeldt zusammen. Von 2014 bis 2020 war Adam Budak künstlerischer Leiter und Kurator der Nationalgalerie in Prag. Adam  Budak tritt die Nachfolge von Christina Végh an, die Anfang 2020 die Leitung der Kunsthalle Bielefeld übernommen hat. www.kestnergesellschaft.de

Der Künstler Christo ist im Alter von 84 Jahren in New York gestorben.

 
Christo wurde 1935 als Christo Vladimirov Javacheff in Bulgarien geboren. Er verließ das Land 1957 und arbeitete unter anderem in Prag, Wien und Genf. In Paris lernte er 1958 seine spätere Frau Jeanne-Claude Denat de Guillebon kennen, mit der er bis zu ihrem Tod 2009 als Duo zusammenarbeitete. Ihre erste gemeinsame Kunstaktion gelten die gestapelten Ölfässer und Verhüllungen aus dem Jahr 1961 in Köln. Bekannt wurde das Paar vor allem durch ihre spektakulären »Verhüllungsaktionen«, die die Grenzen zwischen den Gattungen wie Malerei, Skulptur und Architektur verwischten. So die safranfarbenen Tore im New Yorker Central Park (»The Gates«), die schwimmenden, mit Nylongewebe bezogenen Stege auf dem Wasser des Iseo-Sees in der Lombardei (»Floating Piers«)  sowie der 1995 verhüllte Berliner Reichstag und die verpackte Pont Neuf in Paris. In diesem Jahr wollte Christo den Arc de Triomphe in Paris verhüllen. Wegen der Corona-Pandemie wurde das Projekt auf 2021 verschoben,  Christo wird es nun nicht mehr erleben. Von der Planung bis zur Umsetzung eines Projektes dauerte es manchmal über dreißig Jahre, abhängig von den jeweiligen Stadtverwaltungen und vor allem der Finanzierung. Nicht nur das optische »Verbergen « war wesentliches Arbeitsprinzip, sondern auch die Neukonzeption von Stadt, Land, Fluss durch installative Eingriffe. Werke von Christo und Jeanne-Claude sind noch bis Anfang August im Palais Populaire in Berlin zu sehen. Info: www.db-palaispopulaire.de/