Brigtte Franzen ist Kuratorin der 14. Triennale Kleinplastik Fellbach 2019.

»40.000 – Ein Museum der Neugier«. Mit ihrer 14. Ausgabe wagt sie erstmals die historische Tiefenbohrung und geht 40.000 Jahre zurück. Die  ältesten bekannten Kunstwerke der Menschheit wurden just in der Nähe von Fellbach, auf der Schwäbischen Alb, gefunden  kleine, vor rund 40.000 Jahren entstandene eiszeitliche Skulpturen, die womöglich hier erschaffen wurden, aber auch genauso gut Relikte einer frühen Migration sein könnten. Dies nimmt die diesjährige Kuratorin Brigitte Franzen (*1966) zum Anlass, sich intensiv mit dem Phänomen des »Kleinformatigen« auseinanderzusetzen. Vom 1. Juni bis 29. September 2019. Brigitte Franzen  ist Kunst- und Kulturwissenschaftlerin. Sie ist Vorstand der Peter und Irene Ludwig Stiftung. Von 2009 bis 2015 war sie Direktorin des Ludwig Forums für Internationale Kunst in Aachen. Von 2005 bis 2008 arbeitete sie als Kuratorin für Gegenwartskunst am Westfälischen Landesmuseum und war Kuratorin der Skulptur Projekte Münster 2007. Als Autorin und Herausgeberin veröffentlichte sie zahlreiche Publikationen zur Gegenwartskunst. Sie hatte Lehraufträge u. a. an der Akademie der Bildenden Künste in München und an der Universität Köln. www.triennale.de

»Forever Young – 10 Jahre Museum Brandhorst.«

 Das Jubiläum wird mit einer großen Ausstellung und  und einem breiten Rahmenprogramm gefeiert. Seit der Eröffnung im Mai 2009 waren zahlreiche Einzelausstellungen zu sehen. Auch wurde die Sammlung Brandhorst stetig erweitert – von 700 auf über 1.200 Werke. Heute ist sie eine der wichtigsten Sammlungen von Gegenwartskunst in Europa, mit bedeutenden Werken von Andy Warhol, Cy Twombly, Bruce Nauman, Cady Noland oder Wolfgang Tillmans. Der zehnte Geburtstag  ist Anlass für eine Werkschau aus den Sammlungsbeständen. »Forever Young – 10 Jahre Museum Brandhorst« spannt einen Bogen von den frühen 1960er-Jahren bis in die gegenwärtige Kunstproduktion und setzt viele Neuankäufe der letzten Jahre mit den bekannten Sammlungshighlights in Verbindung. Die Ausstellung umfasst 190 Werke von 45 Künstlerinnen und Künstlern und hat drei Schwerpunkte: Zum einen die Pop-Art. Ein zweiter Strang widmet sich dem brisanten Thema der Subjektivität in der Gegenwart. Die dritte Sektion wendet sich einem der Kernthemen des Museums Brandhorst zu: der zeitgenössischen Malerei und der Fragestellung, wie sich diese althergebrachte Kunstgattung immer wieder erneuert. Die Ausstellung wird am 23. Mai eröffnet und wird mit wechselnden Exponaten  bis April 2020 zu sehen sein. Info: www.museum-brandhorst.de

»Karin Sander - A bis Z« im Haus am Waldsee.

Nach 1,5 Jahren Bauzeit ist das Haus am Waldsee im Januar 2019 mit einer großen Einzelausstellung von Karins Sander wiedereröffnet. Das im Jahr 1922 errichtete Haus wurde nach knapp 100 Jahren zum ersten Mal grundsaniert. Außerdem wurde ein 1945 zerstörter Gebäudeflügel auf der Ostseite wiederaufgebaut. Dadurch entsteht mehr Raum für Workshops, Veranstaltungen, das Café, die Büro- und Depotflächen sowie eine öffentlich zugängliche Bibliothek. In allen Phasen ihres Werkes beweist die Künstlerin, mit welcher Konsequenz sie ihre Strategie verfolgt: Am Beispiel ihrer Gebrauchsbilder wird deutlich, wie Bilder entstehen und ihre Umgebung sowohl konkret, wie auch im übertragenen Sinn abbilden. So überrascht Sander auf subtile und zugleich humorvolle Weise mit einer eigens für das Haus am Waldsee konzipierten, ortsspezifischen Ausstellung. Karin Sander geht konkret auf die räumlichen und historischen Gegebenheiten ein, so dokumentiert die Ausstellung im Haus am Waldsee nicht nur ihre zahlreichen Arbeiten seit den frühen 1990er Jahren, sondern thematisiert auch das Haus als Haus, das nach 73 Jahren kontinuierlicher Ausstellungstätigkeit erstmals wieder in seiner ursprünglichen Form des Baujahres 1922/23 frisch saniert vor uns steht.Seit 2000 lebt Sander in Berlin und Zürich, wo sie an dr ETH-Zürich lehrt. Anlässlich der Ausstellung erscheint im Verlag der Buchhandlung Walther König ein Künstlerinnenbuch. Bis zum 3. März 2019.