Stefan Wissel im Edwin Scharff Museum Neu-Ulm.

3.5.2019

Auf Einladung des dem Verbund der deutschen Bildhauermuseen angehörenden Hauses, das den Nachlass des in Neu-Ulm geborenen Malers, Grafikers und Bildhauers Edwin Scharff (1887–1955) präsentiert, setzt sich Stefan Wissel in seiner Ausstellung »POSTPRODUKTION« dialogisch mit Edwin Scharffs Arbeiten und ihrer musealen Präsentation auseinander.
Scharff gehört neben Lehmbruck, Barlach und Kolbe zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wissels künstlerische Einlassungen, Resonanzen und Zuspitzungen offerieren neue Sichtweisen auf das ebenso komplexe wie differenzierte Werk Scharffs und eröffnen produktive Denk- und Assoziationsräume.
Parallel dazu ist weiterhin die seit Februar 2018 von Wissel realisierte Inszenierung eines Ausstellungsraums mit Arbeiten von Edwin Scharff zu sehen.
Vom 19.5. 2019 - 20.7.2023. Info: Edwin Scharff Museum Neu-Ulm, Petrusplatz 4, 89231 Neu-Ulm, Fon 0731-70502555. www.edwinscharffmuseum.de

Maurin Dietrich wird neue Direktorin des Kunstvereins München.

15.04.2019

Die 1990 in Freiburg geborene Maurin Dietrich wird im kommenden Juli die Nachfolge des gebürtigen Amerikaners Chris Fitzpatrick antreten, der dort seit Januar 2015 im Amt war und den Kunstverein aus privaten Gründen für viele überraschend vorzeitig in diesem Frühjahr verlassen hat.
Maurin Dietrich arbeitete in den vergangenen vier Jahren am KW Institute for Contemporary Art in Berlin, zuletzt als Kuratorin. Neben dieser Tätigkeit hat sie weitere Ausstellungen kuratiert und den Berliner Projektraum Fragile mitbegründet und geleitet und ist seit 2017 Gastmentorin und Kuratorin am Postgraduiertenprogramm Berlin Program for Artists (BPA). »In ihrer kuratorischen Arbeit widmet sich Maurin Dietrich vor allem diskursiven und prozessorientierten Formaten des Ausstellens und bezieht, neben international relevanten Diskursen, stets auch lokale Kontexte ein... Neben den Ausstellungen und performativen Programmen will Maurin Dietrich im Kontext des 200-jährigen Jubiläums in vier Jahren dem Archiv schon jetzt einen konkreten Raum und Sichtbarkeit im Kunstverein geben.«
Maurin Dietrich hat Kunstgeschichte und Literaturwissen-schaften an der Freien Universität Berlin studiert und danach als Lehrbeauftragte im Master-Studiengang »Kunst im Kontext« an der Universität der Künste gearbeitet.


Der ADKV-Art-Cologne-Preis für Kunstkritik geht an Antje Stahl.

30.03.2019

Die in Köln und Zürich lebende Kritikerin Antje Stahl wird mit dem Preis für Kunstkritik 2019 ausgezeichnet. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis wird von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) in Kooperation mit der ART COLOGNE verliehen und richtet sich an freie Journalistinnen und Journalisten.
Antje Stahl ist eine Kritikerin, »die keine Scheu davor hat, sich ungeschützt, und wenn nötig auch streitlustig in der Öffentlichkeit zu positionieren. Mit einer vielseitigen Themenauswahl und ausgeprägter Sprachlust entwickelt sie eine Kunstkritik abseits konventioneller Schreibstandards. Mit Polemik und Satire, plötzlichen Kehrtwendungen und Provokationen, aber auch großer Präzision in der Beschreibung wendet sich Antje Stahl an ein breites Publikum und straft so das Vorurteil Lügen, Kunst sei eine Angelegenheit für Eingeweihte... Stahl versteckt sich in ihren Texten nicht hinter gesicherten Wissensbeständen. Ambivalenzen bringt sie zur Sprache, statt sie auszublenden, und bleibt so bereitwillig als Subjekt sicht- und angreifbar.«
Seit 1999 wird der Preis durch die ADKV ausgelobt und seit 2006 in Kooperation mit der ART COLOGNE, die auch das Preisgeld stiftet, vergeben. Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger: Radek Krolczyk (2018); Kito Nedo (2017); Jörg Scheller (2016); Stefan Kobel (2015); Barbara Buchmaier und Christine Woditschka (2014); Astrid Mania (2013); Kolja Reichert (2012); Jens Kastner (2011); Jennifer Allen (2009); Rudolf Schmitz (2008); Ludwig Seyfarth (2007); Catrin Lorch (2006); Dominic Eichler (2005); Gregory Williams (2004); Raimar Stange (2003); Renate Puvogel (2002); Jan Verwoert (2001); Stefan Römer (2000); Hans-Christian Dany (1999).