Yilmaz Dziewior zum Kurator des Deutschen Pavillons berufen.

Der Direktor des Museum Ludwig verantwortet den deutschen Beitrag bei der Kunstbiennale in Venedig 2022.  Dziewior ist seit 2015 Direktor des Museum Ludwig in Köln. Zuvor leitete er den Kunstverein Hamburg (2001-2008) und das Kunsthaus Bregenz (2009–2015). Seine Aufgabe für Venedig wird es sein, einzelne Künstlerinnen und Künstler oder eine Gruppe für die Biennale zu gewinnen und die Gestaltung des deutschen Pavillons zu betreuen. »Yilmaz Dziewior ist ein international renommierter, innovativer Kurator, der sich mit aktuellen Fragen der gegenwärtigen Welt auseinandersetzt und Ausstellungen entwickelt, die dank ihrem experimentellen und interdisziplinären Ansatz neue Perspektiven auf die Kunst eröffnen. Wir freuen uns sehr über diese ausgezeichnete Wahl und auf eine gute Zusammenarbeit mit ihm«, sagt Ulrich Raulff, der Präsident des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen), das den Deutschen Pavillon in der Funktion des Kommissars betreut. Neben der Documenta in Kassel gehört die Biennale di Venezia zu den international wichtigsten Präsentationen von Gegenwartskunst. International renommierte Künstlerinnen und Künstler wie Gerhard Richter, Joseph Beuys, Jochen Gerz, Ulrich Rückriem, Hanne Darboven, Bernd und Hilla Becher, Hans Haacke, Nam June Paik, Katharina Fritsch, Gerhard Merz, Rosemarie Trockel, Martin Kippenberger, Candida Höfer, Tino Sehgal, Isa Genzken und Ai Weiwei haben den Deutschen Pavillon auf der Biennale Venedig bespielt. Der deutsche Beitrag gewann bereits sechs goldene Löwen: 1984 Lothar Baumgarten und A. R. Penck (Kommissar: Johannes Cladders), 1986 Sigmar Polke (Kommissar: Dierk Stemmler), 1993 Hans Haacke und Nam June Paik (Kommissar: Klaus Bußmann), 2001 Gregor Schneider (Kommissar: Udo Kittelmann), 2011 Christoph Schlingensief (Kuratorin: Susanne Gaensheimer) und 2017 Anne Imhof (Kuratorin: Susanne Pfeffer). 2019 gestaltete Natascha Süder Happelmann den deutschen Beitrag, der von Franciska Zólyom kuriert wurde.

Vertrag des Direktors Krist Gruijthuijsen bis 2024 verlängert.

Krist Gruijthuijsen bleibt Direktor der KW Institute for Contemporary Art. »Der Vorstand der KUNST-WERKE BERLIN hat einvernehmlich beschlossen, den Vertrag mit Krist Gruijthuijsen als Direktor und künstlerischem Leiter der KW zu verlängern. Die Entscheidung wird ebenfalls von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa getragen. Krists Engagement und Programmgestaltung der letzten vier Jahre hat nicht nur scharfsinnige Untersuchungen verschiedener dringlicher Themen hervorgebracht, sondern sich auch durch Investition in lokale, nationale und internationale Zusammenhänge Ausdruck verschafft...«, so der Vorstandsvorsitzende Ólafur Elíasson im Namen des Vorstands des KUNST-WERKE BERLIN e. V. Seit dem 1. Juli 2016 leitet der Kurator und Kunstkritiker Krist Gruijthuijsen die KW Institute for Contemporary Art. In Zusammenarbeit mit seinem kuratorischen Team entwickelte Gruijthuijsen ein vielschichtiges Programm, bestehend aus wegweisenden Ausstellungen und Projekten mit jungen, oft übersehenen, nicht-westlichen Stimmen wie Hiwa K (2017), Beatriz González (2018/2019), Anna Daucíková (2019), Hassan Sharif (2020) und Leonilson (2020/2021). Gleichzeitig setzte das Programm auf eigenwillige, starke Positionen, die den »Körper« in seinem Wechselspiel mit Politik, Technologie und Architektur in den Mittelpunkt stellten.  Darüber hinaus initiierte Gruijthuijsen zahlreiche erfolgreiche Langzeitprojekte wie REALTY und STATISTA, die kritische Diskurse in den Stadtraum trugen, sowie Ausstellungen von Künstler*innen, die eine tragende Rolle innerhalb der Berliner Kunstszene spielen wie Willem de Rooij (2017/2018), Judith Hopf (2018), Heike-Karin Föll (2019), Frank Wagner (2019) und Amelie von Wulffen (2020/2021).

Halle für Kunst in Lüneburg wird mit dem ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine 2020 ausgezeichnet.

Die Jury (Sven Beckstette, Sunah Choi, Caroline Käding, Kito Nedo, Simone Neuenschwander)wählte die Halle für Kunst in Lüneburg zur diesjährigen Gewinnerin des mit 8.000 Euro dotierten Preises für Kunstvereine, der seit 2006 von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) in Kooperation mit der ART COLOGNE verliehen wird. Die 1995 gegründete Halle für Kunst Lüneburg hat sich in beständiger Weise mit einem hochkarätigen Programm aus Einzel- und Gruppenausstellungen zu einem maßgeblichen Ort für zeitgenössische Kunst entwickelt. In ihrer Ausrichtung verhandelt die Halle für Kunst, die seit 2012 von Stefanie Kleefeld geleitet wird, gleichfalls diskursiv-theoretische Entwürfe als auch aktuelle gesellschaftspolitische und ökonomische Fragen. Dazu gehören etwa thematische Ausstellungsprojekte wie „Fantasie“ (2016), „Authentizität. Das Authentisch Unauthentische“ (2017), „Vom Handeln“ (2018) oder „Geld und Psyche“ (2018/2019) sowie ebenfalls dezidiert interdisziplinäre Veranstaltungsreihen. Mit der Auszeichnung würdigt die Jury das ambitionierte Programm der Halle für Kunst und möchte sie in ihrer aktuellen Situation unterstützen, damit sie ihre wertvolle Arbeit trotz der Kündigung ihres langjährigen Standorts zum Jahresende und der damit verbundenen Suche nach neuen finanzierbaren Räumlichkeiten fortführen kann. Außerdem wurde der  Kunstverein für Mecklenburg & Vorpommern in Schwerin mit einer Lobenden Erwähnung ausgezeichnet. Bisherige Preisträger sind: KV-Verein für zeitgenössische Kunst, Leipzig (2019); Temporary Gallery, Köln (2018); HartWareMedienKunstVerein, Dortmund (2017); Kunstverein Arnsberg und Kunstverein Harburger Bahnhof in Hamburg (2016); Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf (2015); Bielefelder Kunstverein (2014); Neuer Berliner Kunstverein (2013); Badischer Kunstverein, Karlsruhe (2012); Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft (2011); Kölnischer Kunstverein (2010); Heidelberger Kunstverein (2009); Salzburger Kunstverein und Westfälischer Kunstverein, Münster (2008); Kunstverein Wolfsburg (2007); ACC Galerie Weimar (2006). Der Preis wird gemeinsam mit dem ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstkritik auf der nächsten Art Cologne verliehen.