Das Künstlerhaus Bremen zeigt die Ausstellung Jef Geys (1934–2018 »Kempens Informatieblad«.

 Im Zentrum der Ausstellung steht die gleichnamige Zeitung des belgischen Künstlers. Das vormalige lokale Anzeigenblatt wurde 1971 von Geys übernommen und diente ihm als bevorzugtes Medium zur Distribution, Diskussion und Dokumentation seiner künstlerischen Praxis. Anlass zur Veröffentlichung waren meist seine Ausstellungen, die Geys durch die Zeitung kontextualisierte und erweiterte. Die mehr als fünfzig Ausgaben des »Kempens Informatieblad« bilden ein vom Künstler selbst produziertes und gelenktes Informationssystem, das eine Schlüsselfunktion innerhalb seines Werkes einnimmt und Einblick in seine Lebens-, Kunst- und Ausstellungsgeschichte ermöglicht. Die Ausgaben changieren zwischen künstlerischem Objekt, Zeitung und Katalog und bilden eine eigenständige Werkgruppe. Die Ausstellung im Künstlerhaus Bremen ist die erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland seit 2001 und macht erstmals die Ausgaben des »Kempens Informatieblad« umfassend zugänglich. Kuratiert von Gloria Hasnay und Moritz Nebenführ in Zusammenarbeit mit Nadja Quante. bis zum 24. März 2019. Info: Galerie im Künstlerhaus Bremen, Am Deich 68/69, 28199 Bremen, Forn 0421/508598. www.kuenstlerhausbremen.de

Der Hector Preis-Träger 2019 heißt Hiwa K.

Die Jury (Antonia Alampi, Sebastian Baden, Andreas Beitin, John Feldmann, Krist Gruijthuijsen, Thomas Köllhofer, Mirjam Varadinis) hat den Preisträger aus einer Auswahl von 14 nominierten Künstler*innen und Kunstkollektiven einstimmig gewählt. »Hiwa K, der als Kurde aus dem Irak fliehen musste, beschäftigt sich in seinem Werk mit den großen Herausforderungen unserer Zeit: Migration, Fragen der Zugehörigkeit und dem Thema Nationalismus. Ausgehend von seiner eigenen Geschichte gelingt es ihm, diese komplexen Fragen sowohl konzeptionell wie auch formal überzeugend umzusetzen und Werke von tiefer Menschlichkeit zu schaffen...«, betont die Jury. Seit 1997 vergeben die Kunsthalle Mannheim und die H.W. & J. Hector-Stiftung im dreijährigen Rhythmus den Hector Kunstpreis für zeitgenössische Kunst in Deutschland. Unter den bisherigen Preisträgern waren Alicja Kwade, Nairy Baghramian, Tobias Rehberger, Florian Slotawa und Gunda Förster. Der Preis ist  mit 20.000 Euro dotiert und mit einer Ausstellung in der Kunsthalle sowie begleitender Publikation verbunden. Vom 5. Juli bis 1. September 2019. Kuratiert von Sebastian Baden. Info: Kunsthalle Mannheim, Friedrichsplatz 4, 68165 Mannheim, Fon 0621/293-6423. www.kuma.art