KV — Verein für Zeitgenössische Kunst Leipzig erhält den ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine.

30.03.2019

Der mit 8.000 Euro dotierte Preis wird seit 2006 von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) in Kooperationmitder ART COLOGNE verliehen.
»...Mit einem großen ehrenamtlichen Engagement wird gegenwärtig ein dicht gewebtes Programm verwirklicht, das seine Dynamik nicht zuletzt auch aus der Gleichbehandlung der verschiedenen, thematisch miteinander verknüpften Veranstaltungsformate wie Ausstellungen, Performances oder Diskussionen bezieht. Besonders die Betonung von Begegnung und kritischem Austausch machen den KV zu einem wichtigen Teil der städtischen Nachbarschaft.« Eine lobende Erwähnung geht an den Berliner Kunstverein KUNSTrePUBLIK. »Der kleine Berliner Kunstverein hat mit dem ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik schrittweise seit 2012 einen experimentellen Ort etabliert, wo dem künstlerisch-urbanistischen und programmatisch-politischen Diskurs auf vielfältige Weise ein konkreter Raum gegeben wird.«
Bisherige Preisträger sind: Temporary Gallery, Köln (2018); HartWareMedienKunstVerein, Dortmund (2017); Kunstverein Arnsberg und Kunstverein Harburger Bahnhof in Hamburg (2016); Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf (2015); Bielefelder Kunstverein (2014); Neuer Berliner Kunstverein (2013); Badischer Kunstverein, Karlsruhe (2012); Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft (2011); Kölnischer Kunstverein (2010); Heidelberger Kunstverein (2009); Salzburger Kunstverein und Westfälischer Kunstverein, Münster (2008); Kunstverein Wolfsburg (2007); ACC Galerie Weimar (2006).
Beide ADKV-Preise werden am 13. April in Kooperation mit und auf der Art Cologne verliehen.

Kunsthalle Wien: »Peter Friedl. Teatro«.

22.03.2019

Die Werke des 1960 geborenen Künstlers verstehen sich als exemplarische Vorschläge und Lösungen für ästhetische Probleme hinsichtlich unseres politischen und historischen Bewusstseins. Die Ausstellung konzentriert sich auf eine Reihe wiederkehrender Themen in Friedls Œuvre: Modell, Sprache, Geschichte, Übersetzung, Theatralik. Herzstück der Ausstellung ist die im Rahmen der documenta 14 erstmals präsentierte Filminstallation Report (2016).
Ausgehend von Kafkas »Ein Bericht für eine Akademie« entfaltet Friedl eine ebenso komplexe wie kinematografisch opulente Reflexion über das Wechselspiel von Identität und Sprache, Anpassung und Autonomie. Werke wie »The Dramatist (Black Hamlet, Crazy Henry, Giulia, Toussaint)« (2013) und »Teatro Popular« (2016–2017) sind weitere Beispiele für Friedls Auseinandersetzung mit dem Topos Theatralität, den sie unter dem Begriff des Modells in den Blick nehmen. An historisch überlieferten Formen des Marionetten- und Puppentheaters orientiert, sind sie als Modellanordnungen für mögliche Gegen-Erzählungen zur Moderne lesbar. »Teatro« versammelt aber auch ältere Arbeiten, die sich auf unterschiedliche Weise der Problematisierung von Gerechtigkeitsfiktionen widmen.
Kuratiert von Anne Faucheret und Vanessa Joan Müller. Bis zum 9. Juni 2019. Die Ausstellung wird vom 25/10 2019 – 1/03 2020 im Carré d’Art, Musée d’art contemporain de Nîmes zu sehen sein. Info: Kunsthalle Wien Museumsquartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien. Fon 0043/1/52189-0

»GLOBAL NATIONAL« im Berliner Haus am Lützowplatz.

22.03.2019

Das Wiederaufleben von Rechtsextremismus in Europa und in anderen Teilen der Welt sowie die sich daraus ergebenden Gefahren stehen im Fokus der von Raimar Stange kuratierten Ausstellung »GLOBAL NATIONAL- Kunst zum Rechtspopulismus«. Dreizehn KünstlerInnen aus acht verschiedenen Nationen beleuchten Ursachen, Ausprägungen und Auswirkungen dieser verheerenden Entwicklung. Die Ausstellung möchte ein Zeichen setzen für eine tatsächlich offene und multikulturelle Gesellschaft,  möchte warnen vor dem aktuellen Rechtsruck und sensibilisieren für rassistische Denkweisen und Ursachen des Rechtspopulismus ästhetisch analysieren. »GLOBAL NATIONAL« versammelt KünstlerInnen, deren Mittel der Auseinandersetzung von Malerei und Skulptur über Collage bis hin zur Konzeptkunst reichen. Ulf Aminde, Candice Breitz, Peter Friedl, Nadira Husain, Bethan Huws, Michaela Meise, Olaf Metzel, Marina Naprushkina. Dan Perjovschi, Oliver Ressler / Martin Krenn, Martha Rosler und Christine Würmell nehmen teil. Die Ausstellung bietet ein umfangreiches Begleitprogramm u. a. mit dem Soziologen Harald Welzer, der Kuratorin Övül Ö. Durmusoglu und dem Ausstellungsmacher Bonaventure Soh Bejeng Ndikung. Es erscheint ein Katalog, der am 12. April 2019 in der Ausstellung mit einem Gespräch zwischen Raimar Stange und Karen van den Berg vorgestellt wird. Bis zum 26. Mai 2019. Info: Haus am Lützowplatz Förderkreis Kulturzentrum Berlin e.V., 10785 Berlin, Lützowplatz 9, Fon 030/2613805, Fax 030/2644713. www.hal-berlin.de