Kitty Kraus in der Halle für Kunst.

Ihre beiten sind geprägt von einer äußersten, an die Formensprache des Minimalismus angelehnte Reduktion und verweigern sich einer (Über)Fülle an Material und Narration. Trotz dieser absoluten Reduziertheit füllen sie den gesamten Raum aus, inkorporieren ihn und lassen ihn zum Teil der Arbeiten werden. Der Klarheit der Werke wohnt dabei oftmals eine Ambivalenz inne, welche sich aufgrund der ungewöhnlich minimalen Setzungen, die sie sind, erst nach und nach entfaltet. In ihnen vereinen sich Härte, wenn nicht gar Aggressivität, mit einer Fragilität, die sich vielfach als Moment der Gefährdung für die Betrachter*innen, aber auch Rir die Arbeiten selbst zeigt. Mit der formalen Strenge geht zudem eine poetische Dichte einher, welche sich den assoziativen Räumen verdankt, die die Arbeiten — trotz oder wohl eher wegen ihrer Reduziertheit — eröffnen. Für ihre Ausstellung in der Halle für Kunst hat Kitty Kraus eine Installation entwickelt, in der sie mit Licht und Raum arbeitet. Das Licht zeichnet Linien aufdie Wände, markiert so den Raum und füllt ihn mit einer spezifischen Atmosphäe aus. Kuratier von Stefanie Kleefeld. Bis zum 30. Mai 2021. Info: Halle für Kunst, Reichenbachstraße 2, 21335 Lüneburg, Fon 04131/402001 , Fax 04131/721344. www.halle-fuer-kunst.de

»Smell it! Geruch in der Kunst« lautet der Titel eines groß angelegten Gemeinschaftsprojekts im Bundesland Bremen.

Darin widmen sich die GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst, das Gerhard-Marcks-Haus, das kek Kindermuseum, das Künstlerhaus Bremen, die Kunsthalle Bremen, der Kunstverein Bremerhaven, das Paula Modersohn-Becker Museum, die Städtische Galerie Bremen, die Weserburg Museum für  moderne Kunst und das Zentrum für Künstlerpublikationen dem Thema Geruch in der Kunst. In »Smell it!« werden die vielfältigen Aspekte des Geruchssinns als Mittel der menschlichen Welterschließung in olfaktorisch geprägter Kunst verhandelt und dargestellt. Gerüche sind in der Lage, instinktive Verhaltens- und Entscheidungsmuster bei uns Menschen zu erzeugen und stellen eine außergewöhnliche Möglichkeit der Beeinflussung dar. Vom 8. Mai bis 31. Juli 2021. Projektkoordinatorin ist Saskia Benthack. www.museeninbremen.de/smellit

Das Kunstmuseum Bonn zeigt das Projekt: »Susan Philipsz – The Calling.

Eine Klanginstallation für das Viktoriabad«. Seit über zwei Jahrzehnten beschäftigt sich die in Glasgow geborene Künstlerin mit der Umgestaltung und Interpretation musikalischer Quellen vor dem Hintergrund ortsspezifischer Gegebenheiten. Die gelernte Bildhauerin erkundet mittels eigener Stimme oder instrumentaler Kompositionen in ihren Werken die räumlich-skulpturalen Qualitäten von Klang und dessen emotionale wie kognitive Wirkung. Speziell für das Viktoriabad, einem zentralen Bonner Ort voller Erinnerungen, hat Susan Philipsz eine neue Klanginstallation entwickelt. »The Calling« versteht sich als Teil der Ausstellung »Sound and Silence«, in der das Kunstmuseum Bonn das Thema der Stille in seiner ganzen Breite auslotet. Kuratiert von Stephan Berg. Bis zum 4. Juli 2021. Info: Kunstmuseum Bonn, Helmut-Kohl-Allee 2, 53113 Bonn, Fon 0228/776209, Fax 0228/776206. www.kunstmuseum-bonn.de