Junge Sammlungen 05 in der Weserburg: »What Paradise? Sammlung Peters-Messer«.

03.08.2018

Junge Sammlungen 05 in der Weserburg: »What Paradise? Sammlung Peters-Messer«.  Der Immobilienunternehmer aus Viersen, hat seit Mitte der 1990er Jahre über 350 Werke aktueller, internationaler Kunst zusammengetragen. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl von über 50 politischen Werken, die auf kritische, oft beklemmende Weise soziale Verwerfungen unserer Zeit aufgreifen. Die Ausstellung nimmt bewusst das Verhältnis von Ästhetik und Ethik in den Fokus und damit die soziale Funktion der Kunst insgesamt. Kader Attia, Viktoria Binschtok, Peggy Buth, Yvon Chabrowski, Arash Hanaei, Jonathan Hernández, Thomas Hirschhorn, Pieter Hugo, Sven Johne, Jon Kessler, Douglas Kolk, Bjarne Melgaard, Thomas Rentmeister, Achim Riethmann, Julian Röder, Tom Sachs, Santiago Sierra, Kon Trubkovich, Susan Turcot nehmen teil. Die Ausstellungsreihe »Junge Sammlungen« zeigt  junge, bislang noch nicht in dieser Form an die Öffentlichkeit getretene Privatsammlungen. Das  Ausstellungsformat wurde 2014 initiiert und kann mittlerweile auf  eine erfolgreiche Entwicklung  zurückblicken. Kuratiert von Peter Friese und Ingo Clauß. Vom 23. September bis 2018 bis 10. Februar 2019. Info: Weserburg | Museum für moderne Kunst, Teerhof 20, 28199 Bremen, Fon 0421/59839-70, Fax 0421/505247. www.weserburg.de

Imogen Stidworthy im Württembergischen Kunstverein Stuttgart.

03.08.2018

Die Filme und Installationen der 1963 in London geborenen Künstlerin gehen der Frage nach, wie sich Menschen zu anderen in ein physisches, soziales und kulturelles Verhältnis setzen, wenn Worte keinen Halt mehr finden. Im Zentrum der Ausstellung stehen zehn Werke aus den letzten zwanzig Jahren, die zentrale Motive der Künstlerin herausstellen: Klang und Sprache, Selbstwahrnehmung und die Beziehungen zu anderen. Das Projekt erprobt dabei eine völlig neue Form des Umgangs mit Medienwerken. Die einzelnen Video-Klanginstallationen werden nicht parallel zu sehen sein, sondern für sie wird eigens eine Choreografie entwickelt, die die Besucherinnen und Besucher nacheinander von Werk zu Werk führt. Aus den individuellen Werken wird eine Gesamtinszenierung, die zwischen Ausstellung, Theater, Konzert und Kino angesiedelt ist. Die Ausstellung  beleuchtet das Verhältnis von verbaler Sprache und nonverbalen, auch unübersetzbaren Formen von Sprache und Sinnproduktion, die sich als klanglich sondierende Begegnungen zwischen unterschiedlichen Seinsweisen ereignen. Vom 27. Oktober 2018 bis 20. Januar 2019. Info: Württembergischer Kunstverein, Schlossplatz 2, 70173 Stuttgart, Fon 0711/223370, Fax 0711/293617. www.wkv-stuttgart.de

 

Regina Barunke wird neue kuratorische Leiterin der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst in Bremen.

20.07.2018

Zum 1. Januar 2019 tritt sie die Nachfolge von Janneke de Vries an, die nach 10 Jahren erfolgreicher kuratorischer Arbeit in der GAK Direktorin der Weserburg | Museum für moderne Kunst wird. »Mit Regina Barunke haben wir eine Direktorin gefunden, die sich in der Vergangenheit mit einem äußerst eigenständigen, diskursorientierten Programm profiliert hat und die Position der GAK als renommierte Ausstellungsinstitution für zeitgenössische Kunst fortsetzen und gleichzeitig ganz neue Impulse setzen kann«, so David Bartusch, Vorstandsvorsitzender der GAK. Der Vorstand der GAK (David Bartusch, Marion Bertram, Daniel de Olano, Joachim Kreibohm, Michael Schaefers) hat die Empfehlung der Berufungskommission (bestehend u. a. aus Bettina Steinbrügge, Kathleen Rahn, Achim Bitter) aufgegriffen und sich nach intensiver Diskussion für Regina Barunke entschieden. Regina Barunke (*1974) hat Kunstgeschichte und Englische Philologie in Köln und London studiert. Während des Studiums arbeitete sie für zahlreiche Kunstvereine und Galerien. Diese Arbeit setzte sie als Mitarbeitende in verschiedenen Institutionen fort. Sie kennt die zeitge-nössische Kunstszene aus den verschiedensten Blickwinkeln – unter anderem auch durch ihre Tätigkeit bei der Stiftung Kunstfonds, wo sie umfangreiche Aufgaben im Archiv für Künstlernachlässe verantwortete, oder als Projektkoordinatorin der European Kunsthalle in Köln. Am Kunsthistorischen Institut und dem Institut für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln agiert sie seit vielen Jahren in Verbindung mit der Temporary Gallery als Lehrbeauftragte. Seit 2012 ist sie künstlerische Leiterin, Kuratorin und Geschäftsführerin der Temporary Gallery – Zentrum für zeitgenössische Kunst e.V. in Köln. Dort verantwortete sie den Aufbau der Kunstinstitution mit u. a. Ausstellungen zu Ana Jotta, Olivier Foulon, Harry Everett Smith und Jean-Marie Straub/Danièle Huillet mit Peter Weiss. Die Arbeit von Regina Barunke und ihrem Team wurde 2018 mit dem ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine ausgezeichnet. Regina Barunke: »Meine Verantwortung und Tun als geschäftsführende Leiterin sehe ich darin, die Gesellschaft für Aktuelle Kunst – einen Ort, dessen Programm und Profil ich seit vielen Jahren ungemein schätze – als Institution weiter zu entwickeln und zu schärfen. Kuratorisch werde ich den Schwerpunkt auf fundiert recherchierte, mitunter spartenübergreifende, praxisbezogene wie theoretische Themen der Gegenwartskunst legen...« Am 18. September um 11 Uhr findet in der GAK eine Pressekonferenz statt. Dort wird Regina Barunke sich und ihre Ideen für die Zukunft der Gesellschaft für Aktuelle Kunst vorstellen. www.gak-bremen.de