Alexander Klar neuer Direktor der Hamburger Kunsthalle.

9.5.2019

Der Direktor des Museums Wiesbaden, Alexander Klar, wird zum 1. August neuer Leiter der Hamburger Kunsthalle. Der 50-Jährige folgt auf Christoph Martin Vogtherr, der überraschend zur Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg gewechselt war.
»Ich möchte gerne über Kunst reden und ich möchte, dass möglichst viele Menschen über Kunst reden, denn Kunst ist ein zentrales Thema in unserem Leben«, sagte Klar, der seit 2010 das Museum Wiesbaden leitet. Die Sammlung der Kunsthalle sei »das visuelle Gedächtnis der vergangenen Jahrhunderte, in dem sich Geschichte und Gegenwart in herausragenden Bildern unserer Kultur begegnen«.
Klar, 1968 in Waiblingen bei Stuttgart geboren, wuchs in Athen auf. Er studierte Kunstgeschichte, Geschichte und christliche Archäologie in Erlangen. Nach Stationen am Solomon R. Guggenheim Museum in New York und an der Peggy Guggenheim Collection in Venedig war er von 2002 bis 2004 an der Kunsthalle in Emden. Ab 2004 war Klar Ausstellungskurator im Victoria and Albert Museum in London, ab 2008 Gründungsdirektor des Emil-Schumacher-Museums in Hagen.

Heimo Zobernig im Wilhelm-Hack-Museum.

6.5.2019

»Kabinettstücke: Heimo Zobernig« so der Titel einer Ausstellung im Wilhelm-Hack-Museum. Neben Malerei, Skulptur, Video und Performance umfassen die Arbeiten des 1958 geborenen Künstlers auch Architektur, Grafik- und Möbeldesign. Zobernigs Werke zeichnen sich durch eine einfache geometrische Formensprache sowie unprätentiöse Materialästhetik aus. Stets lotet der Künstler die Grenze zwischen freier und angewandter Kunst aus.
Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Ausstellungsplakaten, Künstler-büchern und Katalogen von den 1980er Jahren bis heute, die seine vielschichtige Beschäftigung mit typografischen Gestaltungsprinzipien, Sprache sowie dem Thema Farbe zum Ausdruck bringt. Während er sich bei der Gestaltung von Plakaten oder Katalogen vorzugsweise der reinen CMYK-Farben bedient, operiert Zobernig für seine Streifenbilder, die seit 1987 kontinuierlich entstehen, mit einer von ihm festgelegten Palette von 15 reinen Pigmentfarben, die er in subjektiver Weise anordnet.
Kuratiert von Astrid Ihle. Bis zum 7. Juli 2019. Info: Wilhelm-Hack-Museum, Berliner Straße 23, 67059 Ludwigshafen am Rhein, Fon 0621/504-3045. www.wilhelmhack.museum.de

Stefan Wissel im Edwin Scharff Museum Neu-Ulm.

3.5.2019

Auf Einladung des dem Verbund der deutschen Bildhauermuseen angehörenden Hauses, das den Nachlass des in Neu-Ulm geborenen Malers, Grafikers und Bildhauers Edwin Scharff (1887–1955) präsentiert, setzt sich Stefan Wissel in seiner Ausstellung »POSTPRODUKTION« dialogisch mit Edwin Scharffs Arbeiten und ihrer musealen Präsentation auseinander.
Scharff gehört neben Lehmbruck, Barlach und Kolbe zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wissels künstlerische Einlassungen, Resonanzen und Zuspitzungen offerieren neue Sichtweisen auf das ebenso komplexe wie differenzierte Werk Scharffs und eröffnen produktive Denk- und Assoziationsräume.
Parallel dazu ist weiterhin die seit Februar 2018 von Wissel realisierte Inszenierung eines Ausstellungsraums mit Arbeiten von Edwin Scharff zu sehen.
Vom 19.5. 2019 - 20.7.2023. Info: Edwin Scharff Museum Neu-Ulm, Petrusplatz 4, 89231 Neu-Ulm, Fon 0731-70502555. www.edwinscharffmuseum.de