Delia Jürgens ist Sprengel-Preisträgerin 2018.

19.11.2018

Die Jury (Carina Plath, Stefan Becker, Andreas Bee, Brigitte Kölle, Roland Nachtigäller, Ulrike Schneider) hat entschieden: Delia Jürgens ist Sprengel-Preisträgerin 2018. Aus der Begründung der Jury: »Ihre Installationen im Innen- und Außenraum überzeugen durch komplexe Konstellationen, durch permanente Überlagerungen und Schichtungen, mit denen sie Räumlichkeiten durchzieht. Die Künstlerin versucht mit ihren Arbeiten den Ambivalenzen unserer Außenwelt angemessene Ausdrucksformen zu geben.« Mit dem Sprengel-Preis für Bildende Kunst der Niedersächsischen Sparkassenstiftung werden Künstlerinnen und Künstler gewürdigt, die in Niedersachsen geboren oder ausgebildet worden sind oder ihren ständigen Wohnsitz im Land haben. Der Preis ist mit 12.500 Euro dotiert und mit einer Ausstellung des Preisträgers im Sprengel Museum Hannover verbunden. Die Ausstellung läuft bis zum 17. Februar 2019 und wird gefördert durch die Niedersächsische Sparkassenstiftung, Hannover. Delia Jürgens studierte von 2008 bis 2014 Szenografie an der Hochschule Hannover und Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Kunst in Braunschweig bei der deutsch-amerikanischen Künstlerin und Professorin für Malerei Frances Scholz. 2015 erhielt sie das Jahresstipendium des Künstlerhauses Meinersen, ein Jahr später das Jahresstipendium des Landes Niedersachsen. 2017 wurde sie für das VG Stipendium nominiert. Delia Jürgens lebt und arbeitet in Hannover, Los Angeles und Berlin.

»Autofiktionen – Zeichnung der Gegenwart« im Wilhelm-Hack-Museum.

19.11.2018

Mit dieser Ausstellung zeigt das Wilhelm-Hack-Museum mit über 160 Werken von 33 internationalen Künstlerinnen und Künstlern einen spannenden Querschnitt durch die aktuellen Positionen zeitgenössischer Zeichnung. Im Jahr 2006 rief das französische Sammlerpaar Florence und Daniel Guerlain einen Preis für zeitgenössische Zeichnung ins Leben, der zum Aushängeschild ihrer zehn Jahre zuvor gegründeten Stiftung werden sollte: der Prix de dessin de la Fondation d’art contemporain Daniel & Florence Guerlain. Die Ausstellung im Wilhelm-Hack-Museum bringt erstmals in Deutschland eine Werkauswahl aller Künstlerinnen und Künstler zusammen, die seit den Anfängen des Preises nominiert, beziehungsweise mit diesem ausgezeichnet wurden. Erzählerisch, autobiografisch, bis hin zu fantastisch sind die Werke, die dabei präsentiert werden. Die Künstlerliste umfasst Namen wie Tomma Abts, Silvia Bächli, Jorinde Voigt, Martin Assig, Sandra Vásquez de la Horra, Jean-Luc Verna, Ulla von Brandenburg, Leiko Ikemura, Cameron Jamie, Amelie von Wulffen, Charles Avery, Marc Bauer, Hans Op de Beeck und Marcel van Eeden.  Der Begriff der Zeichnung umfasst im Fall des »Prix de dessin« alle künstlerischen Auseinandersetzungen auf Papier. Jedes Jahr schlägt eine Fachkommission drei Künstlerinnen und Künstler vor, aus denen der Preisträger hervorgeht. Die Preisträgerin oder der Preisträger wird von einer internationalen Jury bestimmt, die aus namhaften Sammlerinnen und Sammlern besteht und jedes Jahr neu zusammengesetzt wird. Kuratiert von Astrid Ihle und René Zechlin. Bis zum 24. Februar 2019. Info: Wilhelm-Hack-Museum, Lena Kräuter, Berliner Straße 23, 67059 Ludwigshafen am Rhein, Fon 0621/504-2934. www.wilhelmhack.museum

Kunstverein Hamburg: »FORT - Night Shift«.

18.11.2018


Das Duo FORT, bestehend aus Alberta Niemann (*1982 in Bremen) und Jenny Kropp (*1978 in Frankfurt am Main), entwirft mit seinen Arbeiten subtil entrückte Szenarien. Die beiden Künstlerinnen benutzen adaptierte Alltagsgegenstände, die im Ausstellungsraum ein Spannungsfeld zwischen Wiedererkennen und Befremden aufmachen. Mit »Night Shift« widmet sich FORT den Themen Nacht und Dunkelheit. Die unteren Räume des Kunstvereins werden ausschließlich von den Kunstwerken selbst beleuchtet. Der Titel hat hierbei zweierlei Bedeutung. Zum einen verweist die wörtliche Übersetzung »Nachtschicht« auf den Zeitabschnitt nächtlicher Arbeit und damit auf die Eroberung einer Tageszeit, die einst der Ruhe vorbehalten war. Zum anderen spielt der Titel mit den Begriffen »Nacht« und »Verschiebung« und markiert somit einen Übergangsraum zwischen der Rationalität des Tages und dem Magischen der Dunkelheit. Seit 2008 arbeiten Jenny Kropp und Alberta Niemann als Künstlerkollektiv FORT zusammen (bis 2013 mit Anna Jandt). Kropp studierte an der Hochschule für Künste Bremen und Niemann schloss ihr Studium an der Hochschule für bildende Künste Hamburg ab. 2016 erhielt das Kollektiv das Atelierstipendium in New York der Hessischen Kulturstiftung und 2012 das Karl Schmidt-Rottluff Stipendium. 2014 war FORT Preisträger des Art Cologne Award for New Positions. Bis zum 27. Januar 2019. Info: Kunstverein in Hamburg, Klosterwall 23, 20095 Hamburg, Fon 040/322178. Fax 040/322179. www.kunstverein.de