40 Jahre Gesellschaft für Aktuelle Kunst

Gratulation: Die GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst wurde 1980 in Bremen als Kunstverein gegründet und feiert nun 40-jähriges Jubiläum. Seit vier Jahrzehnten präsentiert die GAK wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen mit internationaler Ausrichtung und gilt dabei als eine der wichtigsten Institutionen für zeitgenössische Kunst in Norddeutschland. Künstler*innen wie Edward Kienholz, Tracey Emin oder Peter Doig wurden hier gezeigt, bevor sie international bekannt wurden. Ihr exponierter Standort auf der Weserinsel – im Gebäudekomplex mit dem Weserburg Museum für moderne Kunst mit dem Zentrum für Künstlerpublikationen – ist Thema einer wichtigen kulturpolitischen Standortdebatte um das Teerhof-Areal. Anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens als Kunstverein in Bremen sind zahlreiche Veranstaltungen und Projekte geplant, die sich ihrer Ausstellungs-und Institutionsgeschichte widmen. Für das Jubiläumsjahr erhält die Gesellschaft für Aktuelle Kunst mit »GAK Projekte« einen temporären Projektraum. Den Auftakt macht die Bremer Künstlerin Esther Adam. Seit 2001 ist die GAK Mitglied des ADKV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine). 2001 wurde die GAK für ihr kuratorisches Programm mit dem ART FRANKFURT AWARD (früherer Adam-Elsheimer-Preis) ausgezeichnet und 2012 und 2013 für den ADKV-ART COLOGNE-Preis für deutsche Kunstvereine nominiert. Seit 2019 wird die GAK von Regina Barunke geleitet. Info: Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Teerhof 21, 28199 Bremen, Fon 0421/500897. www.gak-bremen.de

Cecilia Alemani kuratiert die nächste Kunst-Biennale.

12.01.2020

Die nächste Kunst-Biennale in Venedig wird von einer Frau kuratiert: von der Italienerin Cecilia Alemani. Das entschied das Führungsgremium unter Biennale-Präsident Paolo Baratta am Freitag. Wie es in der Mitteilung hieß, wird sie als Direktorin der Sparte Bildende Künste verantwortlich sein für die Konzeption der 59. Ausstellung im Jahr 2021. Cecilia Alemani, Jahrgang 1977, hat sich bei international viel beachteten Projekten wie der High Line in New York, einer Kunstpräsentation im Freien auf einer alten Bahntrasse, einen Namen gemacht. Dabei arbeitete sie mit renommierten Künstlerinnen und Künstlern wie El Anatsui, John Baldessari, Phyllida Barlow, Carol Bove, Sheila Hicks, Rashid Johnson, Barbara Kruger, Zoe Leonard, Faith Ringgold, Ed Ruscha, Nari Ward und Adrián Villar Rojas zusammen. 2017 hatte Alemani bei der 57. Ausgabe der Kunstschau in der Lagunenstadt den italienischen Pavillon geleitet. Venedig wird mit der Biennale alle zwei Jahre für sechs Monate Zentrum der zeitgenössischen Kunst. Sie gilt neben der Documenta in Kassel als wichtigste Kunstausstellung.

Hans Haacke bekommt Goslarer Kaiserring 2020.

12.01.2020

Hans Haacke soll den Kaiserring 2020 am 26. September in Goslar entgegen nehmen. Der undotierte Kaiserring, der an den im Jahr 1050 in Goslar geborenen Kaiser Heinrich IV. erinnert, wird seit 1975 jährlich vergeben. Mit ihm werden bildende Künstlerinnen und Künstler für ihre Verdienste um die zeitgenössische Kunst gewürdigt. Frühere Preisträger sind unter anderem Max Ernst, Joseph Beuys, Christo, Jenny Holzer, Jörg Immendorf sowie zuletzt Barbara Kruger. In ihrer Begründung schreibt die Kaiserring-Jury: »Hans Haacke legt in seinem Werk von Beginn an die Mechanismen von Machtstrukturen und Abhängigkeitsverhältnissen in der Gesellschaft und somit auch in der Kunst offen. Wobei Gesellschaft für ihn nicht nur aus Menschen bestand, sondern auch aus Möwen und Pflanzen. Die verhängnisvollen ideologischen Verschränkungen von Nationalität, Klasse, Ethnie werden in seinen Arbeiten in ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz und eleganten Oberflächlichkeit auf verstörende Weise sichtbar, der Weg des Kapitals in seiner globalen Dominanz unleugbar.« Hans Haacke (*1936 in Köln) lebt und arbeitet in New York. Er verbindet seine künstlerische Praxis stets mit einer kritischen, investigativen Arbeit in den Bereichen Kunst, Ökonomie, Politik und Gesellschaft. Im besten, streitbarsten Sinne setzt er sich immer wieder für eine demokratische Gesellschaft ein, indem er mit seinen Werken Strukturen, Vorgänge und Haltungen offenlegt.«