Ayse Erkmen in der Kunsthalle Vogelmann in Heilbronn: »EINS, ZWEI, DREI«.

Die Ausstellung findet anlässlich der Vergabe des Ernst Franz Vogelmann-Preises für Skulptur an Ayse Erkmen statt. Der mit 30.000 Euro dotierte Preis würdige »ein ebenso solitäres wie außergewöhnliches künstlerisches Gesamtwerk«, so die Städtischen Museen Heilbronn und die Ernst Franz Vogelmann-Stiftung. Für Erkmen sei nicht ein Produkt oder ein Objekt das künstlerische Ziel, sondern ein mit minimalen Eingriffen erzeugter temporärer Zustand, der als Erinnerung bleibe. Bei den Skulptur Projekten Münster ließ Erkmen zum Beispiel 1997 einen Hubschrauber mit kriegsbeschädigten Skulpturen über dem Dom kreisen, fünf Jahre später gab sie zwei ausgewachsenen Tigern ein kurzzeitiges Domizil in einer stillgelegten Essener Kokerei. Zuletzt wurde sie in Deutschland bekannt durch einen 2017 in Münster installierten Steg. Er verlief knapp unter der Wasseroberfläche des Hafenbeckens und schenkte Besuchern die Illusion, sie würden über Wasser laufen. Erkmen folgt als Preisträgerin auf Roman Signer, Franz Erhard Walther, Thomas Schütte und Richard Deacon. Bis zum 1. November 2020. Info: Kunsthalle Vogelmann, Allee 28, 74072 Heilbronn, Fon 07131/56-4420, Fax 07131/56-3194. www.museen.heilbronn.de

Die Künstlerin Effrosyni Kontogeorgou erhält den 43. Bremer Förderpreis für Bildende Kunst

Die Künstlerin Effrosyni Kontogeorgou erhält den 43. Bremer Förderpreis für Bildende Kunst für ihre Arbeit »Höhere Gewalt oder wie der Flügelschlag eines Rohrsängers einen Platzregen auslöst«. Das Preisgeld beträgt 6.000 Euro, dazu kommen eine Einzel-katalogförderung von 3.000 Euro sowie eine spätere Einzelausstellung in der Städtischen Galerie Bremen. Die Preisträgerin bzw. der Preisträger wird in einem zweistufigen Verfahren bestimmt. Aus den Bewerbungen wählt eine regionale Vorschlags-kommission die Teilnehmer und Teilnehmerinnen für eine Ausstellung in der Städtischen Galerie Bremen aus. Aus dieser Ausstellung hat eine überregionale Jury (Sergey Harutoonian, Peter Kruska, Michaela Melián, Noor Mertens, Kristina Scepanski) sich für Effrosyni Kontogeorgou entschieden: »Kontogeorgou schafft mit ihrer Arbeit ‘Höhere Gewalt oder wie der Flügelschlag eines Rohrsängers einen Platzregen auslöst’ auf überzeugende Art und Weise eine poetische Gegenüberstellung von Ausstellungsraum und der Außenwelt, die im Einsatz des künstlichen Regenschauers eine sinnliche Verknüpfung erhält.« www. staedtischegalerie-bremen.de

Adam Budak wird neuer Direktor der Kestner Gesellschaft.

 Der 1966 geborene Adam Budak übernimmt ab 1. November 2020 die künstlerische Leitung des Hauses. Adam Budak studierte Theaterwissenschaften und Philosophie in Krakau (Polen) sowie Kunstgeschichte in Prag (Tschechien) und Colchester (England). Neben seiner Tätigkeit als Gastdozent an der Kunsthochschule in Gent (Belgien)und an der Jagiellonien-Universität Krakau war Budak an verschiedenen internationalen Kunsthäusern als Kurator tätig: von 1998 bis 2003 am Ausstellungshaus Bunkier Sztuki in Krakau, von 2003 bis 2011 am Kunsthaus Graz, von 2012 bis 2013 am Hirshhorn Museum and Sculpture Garden in Washington D.C.(USA). Budak hat darüber hinaus zahlreiche große Ausstellungen kuratiert, darunter den polnischen Pavillon der 9. Architekturbiennale in Venedig (2004), die Manifesta 7 (2007), den estnischen Pavillon der 55. Biennale in Venedig (2013), aktuell die Biennale Gherdëina 7 (2020). Er war auch  Kommissar  des tschechischen  Pavillons der 56. und  58. Biennale in  Venedig  (2015,  2019). Budak arbeitete u. a.  mit  Louise Bourgeois, John  Baldessari, Maria  Lassnig, Katharina Grosse, Sharon Lockhart, Julian Rosefeldt zusammen. Von 2014 bis 2020 war Adam Budak künstlerischer Leiter und Kurator der Nationalgalerie in Prag. Adam  Budak tritt die Nachfolge von Christina Végh an, die Anfang 2020 die Leitung der Kunsthalle Bielefeld übernommen hat. www.kestnergesellschaft.de