»Deep Sea« in der Städtischen Galerie Bremen.

12.11.2018

Die Ausstellung beleuchtet die verschiedenen Facetten des Meeres als Lebensraum und die menschliche Beziehung zu diesem Ökosystem. Es ist nach wie vor einer der unbekanntesten Lebensräume des Planeten, ein riesiger, in dem Menschen nicht leben können und den sie nur langsam kennenlernen und erforschen. Dabei werden in den letzten Jahren immer neue Meereslebewesen bekannt, deren Aussehen und Fähigkeiten in vielen Fällen die fantastischen menschlichen Vorstellungen von Meeresmonstern und –kreaturen übertreffen. Die Ausstellung  präsentiert durch 13 Positionen künstlerische Annäherungen an das Thema, die von politischen Fragestellungen zu surrealen und persönlichen Auseinandersetzungen reichen. »Deep Sea« entsteht in Kooperation mit dem Künstlerinnenverband Bremen (Gedok) gemeinsam mit dem Ystad Konstmuseum, wo die Ausstellung im Frühjahr 2019 gezeigt wird. Das Konzept zur Ausstellung wurde gemeinsam von Ýrr Jónasdóttir, Leiterin Ystad Konstmuseum, Anna Kindvall, freie Kuratorin, Malmö, Schweden, Ingmar Lähnemann, Kurator Städtische Galerie Bremen, und Alexandra Waligorski, freie Kuratorin, Hamburg entwickelt. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Bis zum 27. Januar 2019. Info: Städtische Galerie Bremen, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen, Fon 0421/361-5826, Fax 0421/361-5745. www.staedtischegalerie-bremen.de

Beatriz González im KW Instiute for Contemporary Art.

12.11.2018

Die Ausstellung mit dem Titel »Retrospective 1965–2017« ist die erste groß angelegte Präsentation von González' Arbeit außerhalb Kolumbiens und entstand in Zusammenarbeit mit dem CAPC musée d’art contemporain de Bordeaux und dem Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Madrid. Die 1938 geborene Künstlerin zählt zu den zentralen Figuren der lateinamerikanischen Kunstszene, deren künstlerische Praxis seit den 1950er Jahren von Ikonenmalerei, kunsthistorischen Motiven, lokalen Stilrichtungen und massenmedialer Ästhetik geprägt ist. In ihrer Arbeit befasst sich González mit Alltagsszenen und öffentlichen Ritualen des Widerstands. Politische Ereignisse der jüngeren Vergangenheit des Landes thematisiert sie vom Standpunkt ihrer eigenständigen Perspektive, reichert diese mit Subjektivität und Intimität an und bricht somit mit dem anonymen, unpersönlichen Stil der Pop Art. Kuratiert von María Inés Rodríguez und Krist Gruijthuijsen. Bis zum 6. Januar 2019. Info:  KW Institute for Contemporary Art, Auguststraße 69, 10117 Berlin-Mitte. Fon 030/24345941. www.kw-berlin.de

Käthe-Kollwitz-Preis 2019 der Akademie der Künste geht an die 1966 geborene Hito Steyerl.

25.10.2018

Mit dieser Auszeichnung ehrt die Akademie der Künste eine internationale Künstlerin, deren besonderes Interesse den Medien, der Technologie und der Verbreitung von Bildern gilt. Ihr Werk umfasst Texte, Performances, Multimedia-Installationen und essayistische Dokumentarfilme, in denen sie sich mit postkolonialer Kritik, feministischer Repräsentationslogik sowie den Einflüssen der Globalisierung auf den Finanz-, Arbeits- und Warenmarkt  auseinandersetzt. »Wo ist die neue Form für den neuen Inhalt der letzten Jahre?« befragt Käthe Kollwitz am 6. November 1919 ihr Tagebuch. Hito Steyerl, so die Jury, gelinge es 100 Jahre später wie kaum einer anderen bildenden Künstlerin auf provokante und scharfsinnige Weise physische, visuelle und intellektuelle Informationen in einem Werk zu bündeln. Die Juroren und Akademie-Mitglieder Douglas Gordon, Katharina Grosse und Ulrike Lorenz heben bei ihrer Wahl hervor, »dass Hito Steyerl mit ihren Bildmontagen aus Computeranimationen, aus Massenmedien und aus selbstgedrehten Szenen auf den Einfluss digitaler Informationen und digitalen Lebens reagiert und mit ihrer Arbeit auf gegenwärtige politische, gesellschaftliche und soziale Prozesse aufmerksam macht.« Hito Steyerl ist Professorin für Experimentalfilm und Video sowie Mitbegründerin des Research Centers for Proxy Politics an der Universität der Künste Berlin. Die mit 12.000 Euro dotierte Auszeichnung wird im Februar 2019 in Berlin verliehen. Anlässlich der Preisvergabe zeigt die Akademie der Künste eine Ausstellung am Pariser Platz. www.adk.de