Noemi Smolik erhält den ADKV-ART COLOGNE-Preis für Kunstkritik.2020


Die in Bonn und Prag lebende Kritikerin Noemi Smolik wird mit dem Preis für Kunstkritik 2020 ausgezeichnet. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis wird von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) in Kooperation mit der ART COLOGNE verliehen und richtet sich an freie Journalistinnen und Journalisten. Noemi Smolik arbeitet seit sehr vielen Jahren an der Aufarbeitung der osteuropäischen und russischen Kunstgeschichte. Sie scheut dabei weder die Auseinandersetzung mit akademischen Zirkeln noch die Ansprache eines breiten Publikums, so dass sie eine beeindruckende Bandbreite an Formaten der Kunstkritik perfekt beherrscht und bedienen kann. Mit Noemi Smolik zeichnet die Jury (Stephan Berg,  Beatrice von Bismarck, Swantje Karich, Olaf Nicolai, Antje Stahl und Gerrit Gohlke) eine Kritikerin aus, die es versteht, Inhalte jenseits kulturpolitischer Trends unabhängig und unbeirrt zu verfolgen und durchzusetzen. In Zeiten, in denen der Nationalpopulismus in vielen europäischen Ländern erstarkt, möchte die Jury auch das Lebenswerk einer Grenzgängerin würdigen, die sich unermüdlich für die Kulturvermittlung einsetzt. Seit 1999 wird der Preis durch die ADKV ausgelobt und seit 2006 in Kooperation mit der ART COLOGNE, die auch das Preisgeld stiftet, vergeben. Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger: Antje Stahl (2019); Radek Krolczyk (2018); Kito Nedo (2017); Jörg Scheller (2016); Stefan Kobel (2015); Barbara Buchmaier und Christine Woditschka (2014); Astrid Mania (2013); Kolja Reichert (2012); Jens Kastner (2011); Jennifer Allen (2009); Rudolf Schmitz (2008); Ludwig Seyfarth (2007); Catrin Lorch (2006); Dominic Eichler (2005); Gregory Williams (2004); Raimar Stange (2003); Renate Puvogel (2002); Jan Verwoert (2001); Stefan Römer (2000); Hans-Christian Dany (1999). Der Preis wird zusammen mit dem ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine auf der nächsten Art Cologne verliehen.

Coronavirus-Pandemie


Der Coronavirus hält die Welt in Atem. Öffentliches Leben findet kaum noch statt. Die Zahlen der Infizierten steigt und steigt. Abstand ist gefordert. Meldungen überschlagen sich, was gestern galt, gilt heute schon nicht mehr. Geplant sind weitreichende Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronaviurs. Shutdown: Schulen, Kitas, Restaurants sind geschlossen. Ausgenommen sind Supermärkte und andere Läden, die der Versorgung der Menschen dienen wie Apotheken, Abhol- und Lieferdienste, Getänkemärkte und Banken. Allerdings tragen unterschiedliche Regelungen und Maßnahmen der Bundesländer zur Verunsicherung bei. Ausgangsverbote sind inzwischen eine reale Option. Auch die Kunstwelt ist vom Coronavirus betroffen. „Bis auf Weiteres geschlossen“ - das ist die zentrale Information vieler Pressemeldungen und Mails. Museen, Kunstvereine, Galerien, Theater, Kultureinrichtungen sind betroffen. Messen sind verschoben, Auktionen finden nicht statt. So ist diie Kunstmesse Frieze New York ist abgesagt, das Berliner Gallery Weekend wird nur im September stattfinden, die Berliner Messe Paper Positions ist in den Herbst verlegt. Die Art Cologne soll im Herbst stattfinden, die Art Düsseldorf setzt in diesem Jahr aus. Was bleibt? Virtuelle Rundgänge und virtuelle Ausstellungsbesuche sind angesagt, Museen setzen verstärkt auf digitale Vermittlung, Galerien auf virtuelleViewing Rooms. Für die Wirtschaft sind umfangreiche Hilfsmaßnahmen geplant, einige Maßnahmen bereits angelaufen. Zur Linderung der Folgen der Corona-Pandemie plant die Bundesregierung in diesem Jahr eine Neuverschuldung von insgesamt 150 Milliarden Euro. Inzwischen hat die Politik beschlossen, auch den Kulturbereich zusätzlich finanziell zu unterstützen. Mit der Lähmung des öffentlichen Lebens durch die Ausbreitung des Coronavirus drohen aus Sicht von Kulturstaatsministerin Monika Grütters „bundesweit unwiederbringliche Verluste in der Kulturlandschaft“. Von März bis Mai müssen nach Schätzung von Grütters rund 80 000 Veranstaltungen im Land abgesagt werden. Allein in diesem Zeitraum werde der Schaden für die Kulturbranche auf 1,25 Milliarden Euro geschätzt. Grütters kündigte rasche und unbürokratische Hilfe an. Derzeit werde ein milliardenschweres Programm erstellt, das auch den vielen Solo-Selbstständigen in Kunst, Kultur und Medien helfen soll. Bleiben Sie gesund!

Die 48-jährige Eva Kraus wird neue Intendantin der Bundeskunsthalle in Bonn.

Die 48-jährige Eva Kraus wird neue Intendantin der Bundeskunsthalle in Bonn. Sie wird die Stelle zum 1. August 2020 antreten. Die derzeitige Leiterin des Nürnberger Neuen Museums folgt damit auf den bisherigen Intendanten Rein Wolfs, der die Bundeskunst-halle  Ende November nach sieben Jahren verlassen hat, um das Stedelijk Museum in Amsterdam zu führen. »Mit Eva Kraus gewinnen wir eine hoch qualifizierte Kulturmanagerin für die Leitung eines der großen Ausstellungshäuser unseres Landes, dessen Programm auch im europäischen und außereuropäischen Ausland sehr aufmerksam verfolgt wird«, betont die Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Eva Kraus studierte von 1990 bis 1995 an der Universität für angewandte Kunst Wien. Anschließend ging sie als Kuratorin an das Cooper-Hewitt National Design Museum in New York. 2007 gründete sie mit Steinle Contemporary eine Galerie in München, die sie bis 2012 leitete. In dieser Zeit dissertierte sie in Wien. Im Juli 2014 nahm sie ihre Arbeit in Nürnberg auf.