Bettina Steinbrügge wird zum 1. April 2022 neue Direktorin des renommierten MUDAM Luxembourg - Grand Duke Jean Museum of Modern Art.

Bettina Steinbrügge wurde 2014 zur Direktorin des Kunstverein in Hamburg berufen und hat über die letzten acht Jahre mit wirkmächtigen Ausstellungen und Veranstaltungen die internationale Reputation des Kunstvereins weiter gestärkt. Bettina Steinbrügge tritt als  Generaldirektorin des Mudam Luxembourg  die Nachfolge von Suzanne Cotter an, die seit Januar 2018 das Museum auf dem Kirchberg leitete und im Dezember verlassen wird. Bettina Steinbrügge, geboren 1970, ist seit 2014 Direktorin des Kunstvereins Hamburg in Deutschland. In ihrer früheren Funktion als Chefkuratorin und Leiterin der zeitgenössischen Sammlung im Belvedere in Wien, Österreich, spielte Bettina Steinbrügge eine zentrale Rolle  bei der Entwicklung und Konzeption dieses Kunsthauses. Zuvor war sie Direktorin der Halle für Kunst in Lüneburg, stellvertretende Kuratorin der Kunsthalle Mulhouse in Frankreich und Geschäftsführerin der Kunstmeile Hamburg, der Marketinggesellschaft für Museen und Ausstellungsräume in Hamburg. »Ich stelle mir das Mudam als ein Foyer der Künste vor, einen Ort der Begegnung, der dazu beitragen kann, kollektive Visionen für die Zukunft zu gestalten und neue partizipative Formen des Zusammenlebens zu unterstützen.... Gemeinsam mit dem Team des Mudam möchte ich auf der bestehenden Infrastruktur des Museums aufbauen, die Sammlung weiterentwickeln und das Mudam als eine Institution für Forschung und öffentliches Wissen fördern, die sich aktiv mit Fragen der Globalisierung, Ökologie und Nachhaltigkeit durch Kunst auseinandersetzt«, betont Bettina Steinbrügge.


 

Kathleen Rahn wird die neue künstlerische Direktorin des Marta Herford.

Die 48-jährige wurde vom Auswahlkuratorium einstimmig vorgeschlagen und vom Rat am Freitagabend mit großer Mehrheit gewählt. Kathleen Rahn studierte Kunstgeschichte / Kunstwissenschaft (M.A.) an der Gesamthochschule Kassel und leitet seit 2014 den Kunstverein Hannover. Weitere berufliche Stationen waren die Leitung des Kunstvereins Nürnberg (2007 – 2012) sowie als Kuratorin des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf (2003 – 2007). »Ich freue mich sehr! Das Marta Herford ist ein außergewöhnliches Museum, das durch seine kluge und herausragende Architektur sowie durch die programmatische Gestaltung meiner Vorgänger ein profiliertes Haus mit internationaler Strahlkraft ist«, betont Kathleen Rahn. Sie tritt die Nachfolge des bisherigen künstlerischen Leiters Roland Nachtigäller an, der Herford zum Jahresende verlassen wird. Insgesamt waren über 70 Bewerbungen für die künstlerische Leitung eingegangen. Fünf Bewerberinnen und Bewerbern aus dem In- und Ausland waren am Ende zu Gesprächen eingeladen worden. In ihrer Zeit für den Kunstverein Hannover hat Kathleen Rahn mit einem vielseitigen internationalen Ausstellungsprogramm für Aufmerksamkeit gesorgt. »Ich gratuliere Kathleen Rahn ganz herzlich zu dieser neuen Herausforderung, künftig ein Haus mit einer ständigen Sammlung zu übernehmen. Für den Kunstverein Hannover geht es jetzt darum, die Weichen neu zu stellen«, so die Vorsitzende des Kunstvereins Hanover, Silke Sommer.  

Preis der Nationalgalerie geht an Sandra Mujinga.

Die in Berlin und Oslo lebende Künstlerin Sandra Mujinga ist mit dem Preis der Nationalgalerie ausgezeichnet worden. Die international besetzte Jury hat sich »nach intensiven Diskussionen« für die in der Demokratischen Republik Kongo geborene Mujinga entschieden. Der Preis der Nationalgalerie wird für junge Positionen der Gegenwartskunst vergeben, die die Internationalität der Kunstszene in Deutschland widerspiegeln. Die Jurybegründung: »In ihrer Präsentation im Hamburger Bahnhof stehen Skulpturen im Mittelpunkt. In ihnen zeigt sich zum einen eine hohe Sensibilität für die verwendeten Materialien. In den gezeigten Werken gelingt es Mujinga zum anderen, widersprüchliche Erfahrungen zu vereinen: Formen, die im Verschwinden sind; Figuren, die geisterhaft-bedrohlich erscheinen, aber auch ihren Schutz anbieten; Bewegungslosigkeit, die dynamisch wirkt; Abgeschlossenheit, die zugleich im Werden zu sein scheint. Hierdurch entsteht eine Offenheit, die Raum für die eigene Imagination schafft« Sandra Mujinga erhält mit der Auszeichnung im kommenden Jahr eine große Einzelausstellung im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin mit begleitender Publikation.