Kabelo Malatsie wird ab dem kommenden Jahr die Kunsthalle Bern leiten.

Kabelo Malatsie überzeugte als eine von 130 Bewerberinnen und Bewerbern »durch ihr poetisches und ebenso klares wie vielschichtiges Konzept für die Kunsthalle Bern als experimentelle Landschaft«, teilte die Institution in einer Meldung mit. »Es geht ihr um den Versuch, unsere Zeit und ihre Verhältnisse über die Metapher des Staubs zu denken, der vom Wind über alle Grenzen hinweg getragen wird. Kabelo Malatsie versteht das Ausstellungsmachen und damit die Institution als Anstifterin und Förderin für die Neugestaltung und Neuinterpretation der Welt, die wir bewohnen.« Kabelo Malatsie studierte an der Universität Witwatersrand in Johannesburg. Von 2011 bis 2016 war sie stellvertretende Direktorin der Stevenson Gallery in Kapstadt und Johannesburg. Von 2018 bis 2019 leitete sie das Visual Arts Network of South Africa, das Kunstschaffende miteinander verknüpft. Als freie Kuratorin ko-kuratierte sie unter anderem die Gruppenausstellung »Deliberation on Discursive Justice« für die Yokohama Triennale 2020, »In the Open or in Stealth« im MACBA Barcelona sowie Einzelausstellungen etwa von Nicholas Hlobo, Moshekwa Langa, Sabelo Mlangeni und Bogosi Sekhukhuni in verschiedenen Institutionen in Südafrika. 2016 war sie für eine Forschungsreise anlässlich ihrer Masterthesis in der Schweiz und hat unter anderem im Archiv der Kunsthalle Bern recherchiert.Kabelo Malatsie folgt Valérie Knoll, die seit 2015 die Kunsthalle Bern leitet und deren Progamm noch bis Ende März 2022 dauert.

Andy Warhol im Mueum Ludwig.

Andy Warhol (* 1928 1987 in New York) gilt unbestritten als der bekannteste Vertreter der Pop Art. Seine ikonischen Motive wie Marilyn, Campell 's Suppendose oder CocaColaFlaschen sind Teil des kollektiven Gedächtnisses. Sein facetenreiches Werk hat die Grenzen von Malerei, Skulptur, Film und Musik neu definiert. Dreißig Jahre nach seiner letzten Retrospektive in Köln stellt die Ausstellung Andy Warhol als einen Künstler vor, dessen innovatives Schaffen gerade für eine junge Generation im Zeitalter von Migration und gesellschaftlicher Diversität neu zu entdecken ist. Die groß angelegte Ausstellung nimmt mit über 100 Werken in vielfältigen künsterischen Medien diese Spur aufund beleuchtet Warhols erweiterte künstlerische Praxis vor dem Hintergrund drängender gesellschaftlicher Fragen. Bis zum 13. Juni 2021. Info: Museum Ludwig, Heinrich-Böll-Platz, 50667
Köln, Fon 0221/221-26165. www.museum-ludwig.de

Ingvild Goetz feierte am 5. Mai 2021 ihren 80. Geburtstag.


Ihr erstes Werk, eine Mappe von Eduardo Paolozzi, erwirbt sie 1969 und gründet damals in Konstanz auch den Grafikverlag Edition Art in Progress. Drei Jahre später scheitert ein Galeriestart in Zürich, weil Wolf Vostells Happening zur Eröffnung Kritik an Schweizer Waffenlieferungen nach Angola übt. Ingvild Goetz zieht mit Art in Progress nach München in die Maximilianstraße, zeigt u. a. Cy Twombly, Arakawa, Bruce Nauman, Jochen Gerz und auch Christo, der die Galerie verpackt. Arte Povera ist ebenfalls im Programm und wird als die Galeristin sich von 1984 an ganz auf ihre Sammlung konzentriert, eines der Herzstücke neben Kunst aus Amerika, Young British Artists, Fotografie, Medienkunst und, in alter Leidenschaft, Kunst auf Papier. Ingvild Goetz baut ein eigenes Museum nach Plänen von Herzog & de Meuron in ihrem Garten und macht ihre Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich. Seit 1993 zeigt sie dort Wechselausstellungen. Das Museum wurde unterirdisch erweitert – ein idealer Ort für die zentrale Mediensammlung, die bald auch den ehemaligen Luftschutzbunker des Hauses der Kunst bespielte. Im Jahr 2014 schenkte Ingvild Goetz den Löwenanteil dieses Sammlungsbereichs dem Freistaat Bayern und das Museum noch dazu. Alles Übrige, Abertausende Kunstwerke, steht seither den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, dem Münchner Haus der Kunst und dem Neuen Museum in Nürnberg als Dauerleihgabe zur Verfügung.