Mona Hatoum an drei Orten.

Ein Kooperationsprojekt vom Georg Kolbe Museum (15. Sept. 2022 bis 8. Jan. 2023), Neuer Berliner Kunstverein (15. Sept.  bis 13.  Nov. 2022) und  KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst (18. Sept. 2022 bis 14. Mai 2023). Ihr umfangreiches Werk macht die Fragilität der menschlichen Existenz im Zuge gesellschaftlichen Wandels in Form von Skulpturen, Installationen, Videoarbeiten, Performances und Papierarbeiten erfahrbar. Seit den 1990er-Jahren verarbeitet Hatoum eine breite Palette an Materialien zu Werken, denen ein subtiles Spiel von Widersprüchen die Anmutung latenter Gefährdung und Irritation verleiht. Obwohl die Arbeiten mit ihrer klaren Formensprache und den glänzenden Oberflächen industrieller Materialien von der reduzierten Ästhetik der Minimal Art beeinflusst sind, spielt das Performative, der Bezug zum Körper eine zentrale Rolle. In ihren jüngsten Werken wendet sich Hatoum insbesondere der Erforschung prekärer Zustände in einer globalisierten Welt zu. Info: www.georg-kolbe-museum.de, www.nbk.org, www.kindl-berlin.de

Eckhard Schneider (1943 - 2022).

Eckhard Schneider starb im Alter von 79 Jahren. Schneider studierte Kunst und war kurzzeitig als Kunstlehrer am Gymnasium im niedersächsischen Neuenhaus tätig. Von 1976 bis 1989 leitete er die Städtische Galerie in Nordhorn. Der Kunsthistoriker initiierte den 1979 erstmals vergebenen »Kunstpreis der Stadt Nordhorn«, dessen Preisträger in den frühen Jahren unter anderem Ohannes Tapyuli, Klaus Stümpel, Timm Ulrichs und Walter Stöhrer waren. Bis 2000 stand Eckhard Schneider dann dem Kunstverein Hannover als Geschäftsführer und künstlerischer Leiter vor, anschließend übernahm er die Direktion bis 2008 im Kunsthaus Bregenz (KUB). »Viele der Ausstellungen, die Eckhard Schneider mit dem Team des Kunsthaus Bregenz verwirklicht hat, zählen mittlerweile zur Kunstgeschichte der neueren Zeit. Olafur Eliasson, Pierre Huyghe, Santiago Sierra verwandelten die Geschosse des KUB in beeindruckende Erlebnisräume, Jeff Koons, Louise Bourgeois und Cindy Sherman zeigten vielbeachtete Einzelausstellungen«, so der KUB Direktor Thomas D. Trummer. 2008 wechselte Schneider an das Pinchuk Art Centre nach Kiew, das er bis 2015 leitete.

Das Weserburg Museum zeigt die Ausstellung: »Teresa Burga. Die Seiltänzerin«

Heute gilt die peruanische Künstlerin Teresa Burga (1935-2021) längst als eine der wichtigen Wegbereiter*innen von Pop Art und Konzeptkunst in Lateinamerika. Lange Zeit aber blieb ihr Schaffen sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene so gut wie unbeachtet. Ökonomische Krisen sowie Repressalien und Abschottung innerhalb der Militärdiktatur Perus verhinderten Austausch oder Sichtbarkeit auf kultureller Ebene. Erst im hohen Alter wurde ihrer Arbeit die Anerkennung zuteil, die sie verdient hat. Seit den 1960er Jahren erweist sich Teresa Burga als detailgenaue Protokollantin der sie umgebenden, gesellschaftlichen Verhältnisse.Die Ausstellung konzentriert sich auf das umfangreiche zeichnerische Oeuvre der Künstlerin, insbesondere auf die Blätter von 2013 bis 2021, an denen die Künstlerin bis zu ihrem Tod im Februar 2021 gearbeitet hat. Bis zum 6. November 2022. Info: Weserburg Museum für moderne Kunst, Teerhof 20, 28199 Bremen. Fon 0421/59839-0. www.weserburg.de