Stipendiaten »Fürstenberg Zeitgenössisch«.

Juan Antonio Olivares, (*1988 in Bayamon, Puerto Rico, lebt in New York), Vanessa Safavi (*1980 in Lausanne, Schweiz, lebt in Berlin) und Zin Taylor (*1978 in Calgary, Kanada, lebt in Paris) sind die diesjährigen Stipendiaten von Fürstenberg Zeitgenössisch. Die drei jungen Künstler erhalten während der Sommermonate eine finanzielle Förderung sowie Wohn- und Arbeitsräume auf Schloss Heiligenberg am Bodensee. In diesem landschaftlich wie auch geschichtlich außergewöhnlichen Kontext haben die Künstlerdie Möglichkeit, weitab von ihrem Alltag zu arbeiten und neue Anregungen für ihre Arbeit zu finden. »Fürstenberg Zeitgenössisch« wurde 2011 von Erbprinz Christian und Erbprinzessin  Jeannette zu Fürstenberg gegründet. Das eigenständige Projekt besteht aus einem Stipendiatenprogramm, der Ausrichtung von Wechselausstellungen und dem Aufbau einer kleinen Sammlung. »Fürstenberg Zeitgenössisch« soll primär junge Künstlerinnen und Künstler fördern und begleiten, die sich durch neue Formensprachen und Konzepte hervorgetan haben und in diesem Zusammenhang in den internationalen Diskurs gerückt sind. Kuratorisch betreut wird das Programm von Moritz Wesseler. Info: Fürstenberg Zeitgenössisch, Am Karlsplatz 7, 78166 Donaueschingen, Fon 0160.90833423. www.fuerstenberg-zeitgenoessisch.com

David Claerbout im Kunsthaus Bregenz.

Durch seine Auseinandersetzung mit Fotografie und Film entwickelte der 1969 geborene Claerbout ein besonderes Interesse an Zeit. Seine Werke, in denen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu überwältigenden Momenten in zeitlicher Ausdehnung verbinden, stellen philosophische Überlegungen zu unseren Vorstellungen über Zeit und Realität, Erinnerung und Erfahrung sowie über Wahrheit und Fiktion dar. Charakteristisch sind seine extrem verlangsamten Bildsequenzen: Bewegte Bilder kommen nahezu zum Stillstand. Claerbout erreicht diese Effekte über Diaserien oder über computergenerierte Methoden, die Bewegtbilder zu Standbildern gefrieren lassen. Das Resultat ist eine erhöhte Aufmerksamkeit der Betrachter/innen, die sich der ver-angsamten Zeit ausliefern und sich ihr anpassen. David Claerbouttudierte Malerei in Antwerpen; er lebt und arbeitet in Antwerpen und Berlin. Seine Werke wurden international in zahlreichen Einzelausstellungen präsentiert, unter anderem: Van Abbemuseum, Eindhoven (2005), Centre Pompidou, Paris (2007), Kunstmuseum St. Gallen (2008), De Pont, Tilburg (2009 und 2016), WIELS, Brüssel (2011), SFMOMA, San Francisco (2011), Tel Aviv Museum of Art (2012), Wiener Secession (2012), Kunsthalle Mainz (2013), Nederlands Fotomuseum, Rotterdam (2014), Marabouparken, Sundbyberg (2015), KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Berlin (2016), Städel Museum, Frankfurt am Main (2016), Museu Nacional d‘ Art de Catalunya, Barcelona (2017) sowie im Schaulager, Münchenstein/Basel (2017). Vom 14. Juli bis 7. Oktober 2018. Info:  Kunsthaus Bregenz,  Karl Tizian Platz, 6900 Bregenz, Fon 0043/5574/48594-410, Fax 0043/5574/48594-3409. www.kunsthaus-bregenz.at

Triennale Kleinplastik Fellbach eröffnet.

1980 begründet, gehört die Triennale Kleinplastik Fellbach zu den traditionsreichsten Kunstausstellungen ihrer Art und findet bundesweit große Beachtung. Die Ausstellung dauert bis zum 29. September 2019. Die Triennale Kleinplastik präsentiert im Turnus von drei Jahren auf 3000 qm Fläche zeitgenössische Skulpturen internationaler KünstlerInnen. Während für die Triennalen 1–7 geografische und geopolitische Prämissen vorgegeben waren, haben sich die Verantwortlichen seit 2001 – im Zeichen einer Globalisierung der Kunst – für eine konzeptionelle Öffnung entschieden, wodurch ästhetische, kunsthistorische und soziologische Fragen in den Vordergrund rückten. Bisherige Kuratoren waren Heinz Fuchs, Manfred Schneckenburger, Christoph Brockhaus, Lóránd Hegyi, Werner Meyer, Thomas Deecke, Jean-Christophe Ammann, Matthias Winzen und Ulrike Groos. Es folgten Yilmaz Dziewior und Angelika Nollert. Die vergangene 13. Triennale wurde von Susanne Gaensheimer kuratiert. Für die nunmehr 14. Triennale Kleinplastik konnte die Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Brigitte Franzen (*1966) gewonnen werden. Brigitte Franzen ist Vorstand der Peter und Irene Ludwig Stiftung. Von 2009 bis 2015 war sie Direktorin des Ludwig Forums für Internationale Kunst in Aachen. Von 2005 bis 2008 arbeitete sie als Kuratorin für Gegenwartskunst am Westfälischen Landesmuseum und war Kuratorin der Skulptur Projekte Münster 2007. Angeregt durch die sensationellen Funde der rund 40 000 Jahre alten Figürchen in den Höhlen der nahen Schwäbischen Alb, plädiert Franzen in ihrem Konzept für eine vielstimmige, modellhafte und anthropologische Sicht auch auf die gegenwärtige Kunst. Exemplarisch werden deshalb in die Ausstellung historische Objekte, teils als hochwertige Repliken, integriert. . An der 14. Triennale beteiligen sich über 50 internationale Künstlerinnen und Künstler. Info: Kulturamt Fellbach, Marktplatz 1, 70734 Fellbach, Fon 0711/5851-364, E-Mail: kulturamt@fellbach.de; www.triennale.de