»Produktion. Made in Germany Drei«.

 Im Fokus der dritten Ausstellung »Made in Germany«, die im fünfjährigen Turnus vom Kunstverein Hannover, Sprengel Museum und kestnergesellschaft  gemeinsam kuratiert wird, liegen die Produktionsbedingungen von Kunst in Deutschland. So stehen im Zentrum der Ausstellung künstlerische Positionen, die Produktionsprozesse thematisieren und sich mit Orten der Herstellung als auch mit Orten der Präsentation auseinandersetzen. Neben prozessualen Arbeitsweisen werden exemplarisch Produktionsformen untersucht, die den Netzwerkgedanken in den Mittelpunkt rücken. »Made in Germany« kreist um drei Schwerpunktthemen: »Raum«, »Zeit« sowie »Produktionsstruktur«. Die Ausstellung geht der Frage nach, wie geografische, politische und institutionelle Strukturen sowie neue Technologien im Zuge der digitalen Wende entscheidende Voraussetzungen für die Herstellung von Kunst schaffen. Neben Sprengel Museum, Kunstverein Hannover und kestnergellschaft wirken in diesem Jahr das Schauspiel Hannover, das Festival Theaterformen und die KunstFestSpiele Herrenhausen erstmalig als beteiligte Institutionen mit, um die Frage nach Produktion und Standort mit weiteren Projekten zu ergänzen. Vom 3. Juni bis 3. September 2017. www.hannover.de

»TITOS BUNKER«

»TITOS BUNKER« ist Titel eines Gemeinschaftsprojektes des Württembergischen Kunstvereins und der Association Biennial of Contemporary Art Sarajevo, Bosnien-Herzegowina. Ausgangspunkt ist Titos Bunker in Konjic (Bosnien-Herzegowina), der gleichermaßen als konkreter Ort und offene Metapher verhandelt wird. Der von 1953 bis 1979 unter strengster Geheimhaltung in der Nähe Sarajevos erbaute Atomschutzbunker dient heute als Standort einer Biennale für zeitgenössische Kunst, die Project Biennial D-0 ARK. Iris Dressler und Hans D. Christ wurden eingeladen, die 4. Project Biennial zu kuratieren. Parallel dazu haben sie eine Ausstellung für den Württembergischen Kunstverein entwickelt, um den Bunker nicht nur an Ort und Stelle, sondern auch aus einer gewissen Distanz  reflektieren zu können. Die Ausstellung bringt verschiedene Referenz- und Assoziationsketten ins Spiel: sie reichen vom Zweiten Weltkrieg und Kalten Krieg über die Belagerung von Sarajevo bis zu den aktuellen Kriegen; von den Atombomben, die über Hiroshima und Nagasaki gezündet wurden, bis zu den atomaren Super-Gaus in Tschernobyl und Fukushima. Vom 27. Mai bis 6. August 2017. Württembergischer Kunstverein, Schlossplatz 2, 70173 Stuttgart, Fon 0711/223370, Fax 0711/293617. www.wkv-stuttgart.de

»LUTHER UND DIE AVANTGARDE«


»LUTHER UND DIE AVANTGARDE«: Internationale Gegenwartskunst trifft auf das »geistige Modell« Luther. Die Ausstellung wird von der  Stiftung für Kunst und Kultur e.V. in Kooperation mit dem Reformationsjubiläum 2017 e.V. 500 Jahre nach Luthers Thesenanschlag präsentiert.  Zentraler Ausstellungsort ist Wittenberg mit dem ehemaligen Gefängnis, das für die Ausstellung in Stand gesetzt und öffentlich zugänglich gemacht wird. Rund 60 internationale Künstlerinnen und Künstler setzen sich mit impulsgebenden Gedanken der Reformation auseinander. Unter anderem nehmen teil: Eija-Liisa Ahtila, Olafur Elíasson, Ayse Erkmen, Isa Genzken, Diango Hernández, Christian Jankowski, Korpys/Löffler, Mischa Kuball, Antje Majewski, Sebastian Riemer, Pascale Marthine Tayou, Günther Uecker, Erwin Wurm und Zhang Peili. Weitere Standorte sind die St. Matthäus-Kirche in Berlin sowie die Karlskirche in Kassel. Vom 19. Mai bis 17. September 2017. Info: 06886 Wittenberg, Berliner Straße 2. www.luther-avantgarde.de