»Gesellschaft zur Wertschätzung des Brutalismus«

»Gesellschaft zur Wertschätzung des Brutalismus / The Brutalism Appreciation Society«, so der Titel einer Ausstellung im Hartware MedienKunstverein (HMKV). Mitte der 1950er Jahre entstand in Großbritannien der radikale Architekturstil des »Brutalismus«. Er zeichnet sich durch Sichtbetonwände und freiliegende Baumaterialien wie Metall, Stein und Ziegel aus. Heute verschwindet er zunehmend aus dem Stadtbild, denn nach und nach werden die zumeist nicht denkmalgeschützten Gebäude abgerissen. Gleichzeitig formieren sich Anhängergruppen, darunter ist z.B. die Facebook-Gruppe »The Brutalism Appreciation Society«, die sich für den Erhalt der städtebaulichen Zeugnisse aus den 1950er/1960er Jahren einsetzt und weltweit heute über 50.000 Mitglieder hat. Die von Inke Arns kuratierte Ausstellung zeigt 21 internationale künstlerische Positionen, die sich mit dem brutalistischen Baustil der Nachkriegsmoderne auseinandersetzen, sowie eine Auswahl von Beiträgen aus der namensgebenden Facebook-Gruppe. Bis zum 24. September 2017. Info: HMKV Büro, Hoher Wall 15, 44137 Dortmund, 0231/496642-0, Fax 0231/496642-29. www.hmkv.de

Slawomir Elsner in den Museen Böttcherstraße.

Im vergangenen Jahr startete die jährliche Ausstellungsreihe »Sommergäste« in den Museen Böttcherstraße, die vielversprechenden, zeitgenössischen Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern eine Plattform bietet. 2016 wurde die  Bildhauerin Laura Eckert präsentiert. 2017 ist der 1976 geborene Slawomir Elsner der »Sommergast«. 35 Arbeiten aus drei Serien des gebürtigen Polen werden im Paula Modersohn-Becker Museum als auch im Ludwig Roselius Museum zu sehen sein. Eigens für dieses Projekt schuf Elsner sechs neue Buntstiftzeichnungen, die er anhand von Vorlagen aus der Sammlung Ludwig Roselius anfertigte, darunter auch Adaptionen der berühmten und hochaktuellen Bildnisse von Martin Luther und Katharina von Bora, gemalt von Lucas Cranach d. Ä. Vom 10. Juni bis 10. September 2017. Info: Museen Böttcherstraße, Böttcherstraße 6–10, 28195 Bremen, Fon 0421/33882-22, Fax 0421/33882-33 www.museen-boettcherstrasse.de

»Duett mit Künstler_in. Partizipation als künstlerisches Prinzip«

»Duett mit Künstler_in. Partizipation als künstlerisches Prinzip« lautet der Titel einer Ausstellung im Museum Morsbroich. Das Publikum und seine produktive Rolle im kreativen Prozess eines Kunstwerks stehen im Zentrum der Ausstellung. Verschiedene Formen der Teilhabe werden dem Publikum offeriert. Das Museum Morsbroich folgt mit dieser Ausstellung seiner Gründungshistorie, in der man auf die kreativen Impulse der Kunst für die Stadtgesellschaft vertraute und zeitgenössische, internationale Positionen in beständiger Auseinandersetzung mit dem Publikum in der Institution auslöste. Mit Werken von Vito Acconci, Davide Balula, Robert Barry, Joseph Beuys, Angela Bulloch, John Cage, Christian Falsnaes, Claus Föttinger, //////////fur//// art entertainment interfaces,  Florian Graf, Rodney Graham, Hans Haacke, Jeppe Hein, Christine Hill, David Horvitz, Pierre Huyghe, Christian Jankowski, Yves Klein, Tomas Kleiner, Mischa Kuball, Dieter Meier,  Bruce Nauman, Yoko Ono, OPAVIVARÁ!, Marjetica Potrc und Wapke Feenstra, Antje Schiffers - Myvillages, Tino Sehgal, Gabriel Sierra, David Shrigley, Juergen Staack, Rirkrit Tiravanija, Mary Vieira, Wolf Vostell, Franz Erhard Walther, Gillian Wearing, Franz West, Erwin Wurm, Haegue Yang, Zentrum für Politische Schönheit. Kuratorin der Ausstellung ist Stefanie Kreuzer. Vom 21. Mai bis 3. September 2017. Info: Museum Morsbroich, Gustav-Heinemann-Str. 80, 51377 Leverkusen, Fon 0214/85556-0, Fax 0214/85556-44. www. museum-morsbroich.de