Nic Hess in der Städtischen Galerie Wolfsburg.

Der Schweizer Künstler Nic Hess hat für die Städtische Galerie Wolfsburg eine raumgreifende Installation geschaffen, die auf unterschiedlichsten Ebenen vielfältige inhaltliche Bezüge zur Architektur, Historie und dem Museum herstellt und dadurch einen ganz eigenen Raum an diesem besonderen Ort schafft und neu definiert, der selbst durch Identität, Relation und Geschichte gekennzeichnet ist. Gekonnt spielt Hess mit Ambivalenzen: Lug und Trug, der Scheinund das Sein, das Wollen und manchmal nicht Können, das Können und doch nicht wollen, die Leichtigkeit des Werkes und zugleich die Schwere seines Da-Seins, verankert zwischen der ereignishaften Absenz des Wirklichen und der flüchtigen Präsenz unserer Zeichenwelt. Bis zum 30. April 2017. Info: Städtische Galerie Wolfsburg, Schlossstraße 8, 38448 Wolfsburg, Fon 0536/281012/17/21, Fax 05361/281025.

www.staedtische-galerie-wolfsburg.de

Samson Young in der Kunsthalle Düsseldorf.

Mit »Schaf und Ruder / Wool and Water zeigt die Kunsthalle Düsseldorf acht künstlerische Positionen, die sich in ihren Arbeiten mit unterschiedlichen Aspekten der Raum- und Bildbeziehungen mit multiplen Perspektiven, und der Frage nach Ur- und Abbildern beschäftigen. (Bis 27. November 2016). Es ist die erste institutionelle Einzelausstellung des Hongkonger Künstlers Samson Young (*1979) in Deutschland bzw. Europa. Samson Young studierte Musik, Philosophie und Gender Studies an der Universität von Sydney und hat einen Doktor in Komposition in Princeton gemacht. Aus dieser audiobasierten Perspektive entwirft er nicht nur Musik sondern auch Installationen, Performances, Zeichnungen, Walks und Filme. Seine musikalisch skulpturalen Arbeiten haben sehr oft einen konkreten historischen Bezug und setzen sich mit Orten des Konflikts auseinander. Hinter jedem seiner Projekte steht ein hoher Aufwand an Recherche und Feldforschung. Sounds und Musik werden dabei als Vehikel für die Aufarbeitung und Darstellung historischer Ereignisse genutzt, sind aber zugleich der Kern einer ästhetischen  Erfahrung, die für sich allein steht und keine weiteren Erklärungen benötigt. Vom 17. Dezember 2016 bis 5. März 2017. Info: Kunsthalle Düsseldorf, Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf, Fon 0211/8996243, Fax 0211/8929168.

www. kunsthalle-duesseldorf.de

Anne Imhof gestaltet den deutschen Pavillon.

Anne Imhof wird 2017 den deutschen Pavillon auf der 57. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia gestalten. Eigens für den Pavillon entwickelt Imhof seit Mai dieses Jahres eine raum- und zeitgreifende Arbeit. Ihr Werk umfasst malerische, skulpturale, installative wie performative Arbeiten. Die Kunstbiennale in Venedig ist eine der wichtigsten Kunstausstellungen der Welt. 2015 waren es die fünf Künstler Olaf Nicolai, Hito Steyerl, Tobias Zielony, Jasmina Metwaly und Philip Rizk unter der Ägide von Florian Ebner vom Museum Folkwang in Essen. 2013, als Susanne Gaensheimer vom Museum für Moderne Kunst in Frankfurt den Pavillon mit Frankreich tauschte, Ai Weiwei, Santu Mofokeng, Dayanita Singh und Romuald Karmakar. Ausgewählt wurde Imhof von Susanne Pfeffer. Die Direktorin des Fridericianum in Kassel war von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zur Kommissarin des deutschen Pavillons erkoren worden. Die 43-jährige Kunsthistorikerin war bereits bei der letzten Biennale 2015 als Kuratorin tätig, damals für den Schweizer Pavillon. Die 1978 in Gießen geborene und jetzt in Frankfurt und Paris lebende Künstlerin hatte zuletzt durch den Werkzyklus »Angst« auf sich aufmerksam gemacht. Die Performance-Oper »Angst II« war in diesem Jahr im Museum für Gegenwartskunst Hamburger Bahnhof in Berlin aufgeführt worden. »Anne Imhof begegnet der Brutalität unserer Zeit mit einem harten Realismus», sagte Pfeffer.  Die Künstlerin mache den »Raum zwischen Körper und Realität sichtbar, in dem unsere Persönlichkeit überhaupt erst entsteht.« Info: Pressekontakt Ann-Charlotte Günzel. press@deutscher-pavillon.org, Fon 0561/7072789.