Diango Hernández in der Kunsthalle Lingen.

In der Kunsthalle Lingen ist die Ausstellung »Diango Hernández – Sobre las olas (Über allen Wellen)« zu sehen. Der seit 2003 in Düsseldorf lebende kubanische Künstler Diango Hernández (geb. 1970 in Sancti Spíritus, Kuba) studierte in den 1990er Jahren Industriedesign in Havanna und wurde dann einer der Gründer eines Kollektivs aus kubanischen Künstlern und Designern mit dem Namen »Ordo Amoris Cabinet«. Hernández fächert in seinen Bildern, Objekten und Wandmalereien einzelne Momente seiner Biografie auf. Die Sehnsucht nach der verlorenen Heimat, dem Strand, den Früchten und der Sprache prägt sein ästhetisches Vokabular. Heimat als ideologische Konstruktion und Heimat als Sehnsuchtsort bilden die beiden Erinnerungsachsen. Präsentiert wird ein umfangreicher Einblick in sein Werk mit Arbeiten aus den vergangenen drei Jahren. Vom 22. Juli bis 10. September 2017. Info: Kunsthalle Lingen, Kaiserstraße 10a, 49809 Lingen, Fon 0591/59995, Fax 0591/59905. www.kunsthallelingen.de

50 Jahre Kunsthalle Düsseldorf am Grabbeplatz.


Seit ihrer Gründung im Jahr 1881 widmet sich die Kunsthalle Düsseldorf gemeinsam mit dem Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen der aktuellen Kunstproduktion.  Den Auftakt zum Geburtstag macht die Ausstellung »Wirtschaftswerte / Museumswerte«, die die Institution Kunsthalle im Kontext der Kunstgeschichte, Kulturpolitik und der sie umgebenden Kunstinstitutionen der 1960er und 1970er Jahre ergründet. »Wirtschaftswerte / Museumswerte« geht explizit auf die Geschichte seit Neugründung der Kunsthalle ein, eine PROSPECTRETROSPECT aus heutiger Sicht und im damaligen Sinne. Damals vordringliche, experimentelle und wenig bis gar nicht etablierte Strömungen und Positionen ausgestellter Künstlerinnen und Künstler und Werke zählen heute zumeist zum Bestand internationaler musealer Sammlungen und sind damit kanonisiert. Der Schwerpunkt der Ausstellung widmet sich den Jahren von 1966 bis 1981.Titelgebende Arbeit der Ausstellung ist die Installation »Wirtschaftswerte« von Joseph Beuys, erstmalig 1980 in Gent bei »Kunst in Europa na '68« gezeigt. Das Werk ist eine Kritik an der Wegwerfgesellschaft und am Umgang mit lebenswichtigen Ressourcen, zu denen Beuys im übertragenen Sinne auch die menschliche Kreativität zählte. Mit der Ausstellung »Wirtschaftswerte / Museumswerte« wird die Kunsthalle Düsseldorf temporär zum Ort einer musealen Ausstellung und thematisiert damit auch die aktuelle Frage nach dem Stellenwert und der Wahrnehmung im Profil von Häusern mit und ohne eigene Sammlung. Mit Giovanni Anselmo, Art & Language, Bernd & Hilla Becher, Joseph Beuys, Marcel Broodthaers, Daniel Buren, Christo, Tony Cragg, Hanne Darboven, Braco Dimitrijevic, Jim Dine, Hans-Peter Feldmann, Barry Flanagan, Lucio Fontana, Jef Geys, Gilbert & George, Hans Haacke, On Kawara, Yves Klein, Imi Knoebel, Jannis Kounellis, Bernd Lohaus, Richard Long, Nam June Paik, Blinky Palermo, Panamarenko, Gerhard Richter, Dieter Roth und Andy Warhol. Bis zum 18. Juni 2017. Info: Kunsthalle Düsseldorf, Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf, 0211/8996243, Fax 0211/8929168, www.kunsthalle-duesseldorf.de
 

2017 geht der mit 8.000 Euro dotierte ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine an den Hartware MedienKunstVerein (HMKV).

In der Begründung der Jury (Heike Ander, Jörn Bötnagel, Ulrike Mohr, Ludwig Seyfarth Christoph Tannert) heißt es: »Die Arbeit des Hartware MedienKunstVereins Dortmund überzeugt durch ihre konzeptionell stringente Orientierung. Im Vordergrund stehen gesellschaftsrelevante und genreübergreifende Fragestellungen, die mit aufsehenerregenden Themenausstellungen inszeniert werden. Besondere Sorgfalt legt der Verein auf seine Öffentlichkeitsarbeit und auf moderne Vermittlungsstrategien. Aus einer besonderen Schwerpunktsetzung im Bereich der Medienkunst hat der Verein breiter angelegte Programme entwickelt und sich Prinzipien der Interaktion zu eigen gemacht, die unter kuratorischen Leitlinien gleichermaßen Künstler wie Publikum in Entscheidungsfindungen einbezieht. Der Hartware MedienKunstVerein hat überdies eine Scharnierfunktion bei der Betreuung des vom Land NRW aufgelegten Programms für Medienkünstlerinnen inne.«