Katharina Grosse im Museum Frieder Burda

Mit der Malerei von Katharina Grosse setzt das Museum Frieder Burda die Reihe seiner monographischen Aus- stellungen bedeutender, internationaler Künstler fort. In ihrer Malerei überwindet, sprengt und überhöht sie jedwede Oberfläche und macht sie zu ihrem Malgrund. In der großen Sommerausstellung im Museum Frieder Burda konzentriert sich Katharina Grosse auf Tafelbilder, also auf die eher klassische Form der Malfläche, dehnt diese aber bisweilen in Dimension und Format zu ungesehener Größe. Durch gliedernde Strukturen wie parallele Linien und Schraffuren, aber auch durch gesprüht aufgetragene Farben scheinen sich ihre Malflächen in unterschiedlicher Weise zu entfalten: mal konkreter verdichtet, mal verschwimmend unscharf. Der Kontext ihrer Malerei mit der Architektur von Richard Meier steigert den Kontrast zwischen Rationalismus und Utopie. Die Grenzen des Raumes, hier des »White Cube«, werden aufgehoben zugunsten eines Dialogs der Farbgestalten, der sich nicht nur in den einzelnen Gemälden, sondern gerade auch zwischen den unterschiedlichen Bildern entwickelt. Katharina Grosse spannt in dieser Ausstellung den Bogen vom Beginn ihrer Karriere als Malerin Anfang der 90er Jahre bis zum heutigen Tag. Die Ausstellung wird von einem Katalog begleitet. Bis 9. Oktober 2016. Info: Museum Frieder Burda, Lichtentaler Allee 8b, 76530 Baden-Baden, Fon 07221/39898-33,Fax 07221/398987-30.

www.museum-frieder-burda.de

Philipp Demandt Direktor des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung in Frankfurt.
Philipp Demandt tritt am 1. Oktober 2016 in Frankfurt die Nachfolge von Max Hollein an, der zum 1. Juni 2016 als neuer Direktor an die Fine Arts Museums of San Francisco (FAMSF) gewechselt ist. Der 1971 in Konstanz geborene Demandt studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Publizistik und promovierte 2001 am Institut für Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit zur Entstehungs- und Wirkungsge- schichte der Königin-Luise-Porträts von Johann Gottfried Schadow und Christian Daniel Rauch sowie zur historischen Mythologie des preußischen Staates im Spiegel des »Luisen- kults«. Nach einer Ausstellungsassistenz im Bröhan-Museum 2002 wurde Demandt 2004 Dezernent bei der Kulturstiftung der Länder. Von 2007 bis 2010 war er zudem Mitkurator der Ausstellung »Luise. Leben und Mythos der Königin« der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Branden- burg. Darüber hinaus konzipierte und leitete er die von der Kulturstiftung der Länder herausgegebene Zeitschrift »Arsprototo« sowie deren wissenschaftliche Publika- tionsreihe »Patrimonia« und veröffentlichte zahlreiche Artikel zur Kunst- und Kulturgeschichte, unter anderem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Süddeutschen Zeitung und der Welt. Im Januar 2012 wurde Demandt zum Leiter der Alten Nationalgalerie in Berlin ernannt. Zu den Höhepunkten unter seiner Leitung zählten die Ausstellungen »Rembrandt Bugatti«, »Impressionismus/Expressionismus. Kunstwende« oder zuletzt »Der Mönch ist zurück«, eine Sonderpräsentation zur Restaurierung von Caspar David Friedrichs Meisterwerken Mönch am Meer und Abtei im Eichwald.
Toulu Hassani erhält den Sprengel-Preis für Bildende Kunst 2016.

Die Jury (Carina Plath, Stefan Becker, Andreas Bee, Brigitte Kölle, Roland Nachtigäller, Ulrike Schneider) hat entschieden: Der Sprengel-Preis für Bildende Kunst der Niedersächsischen Sparkassenstiftung wird 2016 der Künstlerin Toulu Hassani verliehen. Toulu Hassani wurde 1984 in Ahwaz (Iran) geboren und studierte von 2005 bis 2011 Freie Kunst bei Professor Hartmut Neumann, Professor Thomas Rentmeister und Professor Walter Dahn an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Nach einem Studienaufenthalt an der Facultad de Bellas Artes, Universidad Valencia, Spanien (2008 – 2009) schloss sie ihr Studium im Jahr 2012 als Meisterschülerin bei Professor Walter Dahn ab. Die Künstlerin lebt in Hannover und wurde bereits mit mehreren Preisen und Stipendien wie dem Jahresstipendium des Landes Niedersachsen, dem Preis des Kunstverein Hannover, Atelierstipendium Villa Minimo oder dem New York-Stipendium der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und des Landes Niedersachsen geehrt. In der Jurybegründung heißt es u. a.: »Toulu Hassani hat durch einen klaren Werkansatz überzeugt, in dessen Rahmen sie sich mit Mitteln der Zeichnung und Malerei mit Ordnungssystemen und deren inhärenten Störungen auseinandersetzt...« Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 12.500 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 25. November 2016 im Sprengel Museum Hannover statt. Anlässlich der Verleihung zeigt das Museum eine Ausstellung mit aktuellen Arbeiten von Toulu Hassani.

Info: www.nsks.de/nsks/presse/medien_datenbank/index.html