Jan Paul Evers und Sebastian Stumpf erhalten Stipendium der Krupp-Stiftung.

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung vergibt in Zusammenarbeit mit der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang zwei Preise in Höhe von je 10.000 Euro im Rahmen ihres Stipendienprogramms »Zeitgenössische deutsche Fotografie«. Die Auszeichnungen erhalten Jan Paul Evers und Sebastian Stumpf. Das seit 1982 existierende Stipendium gehört zu den renommiertesten Auszeichnungen für zeitgenössische Fotografie in Deutschland. Mitglieder der Jury waren: Clément Chéroux, Leiter der Fotografischen Sammlung, Centre Georges Pompidou, Paris; Thomas Ruff, Künstler, Düsseldorf; Kerstin Stremmel, freie Kuratorin, Autorin und Kunstkritikerin, Köln;  Dr. Ingomar Lorch, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Essen; Florian Ebner, Leiter Fotografische Sammlung, Museum Folkwang, Essen. Jan Paul Evers (*1982, Köln), lebt und arbeitet in Köln und Braunschweig. Seine künstlerische Arbeit entwickelt sich auf dem Feld der experimentellen, gegenstandslosen Fotografie. Er filtert und extrahiert Bruchstücke aus der sichtbaren Wirklichkeit, speichert sie in digitalen Daten und übersetzt sie in analoges fotografisches Material. Sebastian Stumpf (*1980, Würzburg), lebt und arbeitet in Leipzig und Berlin. Sein Arbeitsraum ist die urbane Landschaft oder der Museumsraum, den er mit seinem Körper durchmisst. Fotoapparat und Videokamera dienen ihm als Aufzeichnungsmedien. Die entstehenden Arbeiten sind Dokumente über die Art und Weise, wie wir uns in diesen Räumen eingerichtet haben, zugleich sind sie formal souverän gelöste Slapstick-Auftritte. Info: Museum Folkwang, Museumsplatz 1,  45128 Essen, Fon 0201/8845160, Fax 0201/889145000. www.museum-folkwang.de 

Museum Abteiberg ist »Museum des Jahres«.

Jedes Jahr kürt die deutsche Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes AICA das beste deutsche Museum. Das Städtische Museum Abteiberg in Mönchengladbach ist zum Museum des Jahres 2016 gewählt worden. »Hervorragende Sammlungsbestände« internationaler Kunst vor allem seit den 1960er Jahren, eine »inhaltlich fundierte Zusammenarbeit mit bedeutenden Privatsammlungen« sowie kontinuierlich hochkarätige Ausstellungen machten das Haus zu »einer der führenden Adressen für Gegenwartskunst in Deutschland«, begründete der Verband seine Wahl. Das von Hans Hollein entworfene, 1982 eröffnete Museumsgebäude sei zudem ein »weltweit anerkannter Meilenstein postmoderner Museumsarchitektur«. Als Museum des Jahres wurden unter anderem schon das Kunstmuseum Ravensburg (2015), das Marta Herford, das Kolumba Museum des Erzbistums Köln und das Frankfurter Städel geehrt. Zur »Ausstellung des Jahres« kürte der AICA-Verband »Kader Attia. Sacrifice and Harmony« im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt. Es handelte sich um die erste deutsche institutionelle Einzelausstellung des 1970 geborenen algerisch-französischen Künstlers Kader Attia. Als »Besondere Ausstellung« würdigte der Verband die Schau »Rochelle Feinstein. I Made A Terrible Mistake« im Lenbachhaus in München.

Nic Hess in der Städtischen Galerie Wolfsburg.

Der Schweizer Künstler Nic Hess hat für die Städtische Galerie Wolfsburg eine raumgreifende Installation geschaffen, die auf unterschiedlichsten Ebenen vielfältige inhaltliche Bezüge zur Architektur, Historie und dem Museum herstellt und dadurch einen ganz eigenen Raum an diesem besonderen Ort schafft und neu definiert, der selbst durch Identität, Relation und Geschichte gekennzeichnet ist. Gekonnt spielt Hess mit Ambivalenzen: Lug und Trug, der Scheinund das Sein, das Wollen und manchmal nicht Können, das Können und doch nicht wollen, die Leichtigkeit des Werkes und zugleich die Schwere seines Da-Seins, verankert zwischen der ereignishaften Absenz des Wirklichen und der flüchtigen Präsenz unserer Zeichenwelt. Bis zum 30. April 2017. Info: Städtische Galerie Wolfsburg, Schlossstraße 8, 38448 Wolfsburg, Fon 0536/281012/17/21, Fax 05361/281025.

www.staedtische-galerie-wolfsburg.de