Philipp Demandt Direktor des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung in Frankfurt.
Philipp Demandt tritt am 1. Oktober 2016 in Frankfurt die Nachfolge von Max Hollein an, der zum 1. Juni 2016 als neuer Direktor an die Fine Arts Museums of San Francisco (FAMSF) gewechselt ist. Der 1971 in Konstanz geborene Demandt studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Publizistik und promovierte 2001 am Institut für Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit zur Entstehungs- und Wirkungsge- schichte der Königin-Luise-Porträts von Johann Gottfried Schadow und Christian Daniel Rauch sowie zur historischen Mythologie des preußischen Staates im Spiegel des »Luisen- kults«. Nach einer Ausstellungsassistenz im Bröhan-Museum 2002 wurde Demandt 2004 Dezernent bei der Kulturstiftung der Länder. Von 2007 bis 2010 war er zudem Mitkurator der Ausstellung »Luise. Leben und Mythos der Königin« der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Branden- burg. Darüber hinaus konzipierte und leitete er die von der Kulturstiftung der Länder herausgegebene Zeitschrift »Arsprototo« sowie deren wissenschaftliche Publika- tionsreihe »Patrimonia« und veröffentlichte zahlreiche Artikel zur Kunst- und Kulturgeschichte, unter anderem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Süddeutschen Zeitung und der Welt. Im Januar 2012 wurde Demandt zum Leiter der Alten Nationalgalerie in Berlin ernannt. Zu den Höhepunkten unter seiner Leitung zählten die Ausstellungen »Rembrandt Bugatti«, »Impressionismus/Expressionismus. Kunstwende« oder zuletzt »Der Mönch ist zurück«, eine Sonderpräsentation zur Restaurierung von Caspar David Friedrichs Meisterwerken Mönch am Meer und Abtei im Eichwald.
Toulu Hassani erhält den Sprengel-Preis für Bildende Kunst 2016.

Die Jury (Carina Plath, Stefan Becker, Andreas Bee, Brigitte Kölle, Roland Nachtigäller, Ulrike Schneider) hat entschieden: Der Sprengel-Preis für Bildende Kunst der Niedersächsischen Sparkassenstiftung wird 2016 der Künstlerin Toulu Hassani verliehen. Toulu Hassani wurde 1984 in Ahwaz (Iran) geboren und studierte von 2005 bis 2011 Freie Kunst bei Professor Hartmut Neumann, Professor Thomas Rentmeister und Professor Walter Dahn an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Nach einem Studienaufenthalt an der Facultad de Bellas Artes, Universidad Valencia, Spanien (2008 – 2009) schloss sie ihr Studium im Jahr 2012 als Meisterschülerin bei Professor Walter Dahn ab. Die Künstlerin lebt in Hannover und wurde bereits mit mehreren Preisen und Stipendien wie dem Jahresstipendium des Landes Niedersachsen, dem Preis des Kunstverein Hannover, Atelierstipendium Villa Minimo oder dem New York-Stipendium der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und des Landes Niedersachsen geehrt. In der Jurybegründung heißt es u. a.: »Toulu Hassani hat durch einen klaren Werkansatz überzeugt, in dessen Rahmen sie sich mit Mitteln der Zeichnung und Malerei mit Ordnungssystemen und deren inhärenten Störungen auseinandersetzt...« Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 12.500 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 25. November 2016 im Sprengel Museum Hannover statt. Anlässlich der Verleihung zeigt das Museum eine Ausstellung mit aktuellen Arbeiten von Toulu Hassani.

Info: www.nsks.de/nsks/presse/medien_datenbank/index.html

Eva Birkenstock neue Direktorin.

Eva Birkenstock wird am 1. September 2016 Nachfolgerin des bisherigen Direktors des Düsseldorfer Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen, Hans-Jürgen Hafner, dessen Vertrag turnusgemäß nach fünf Jahren zum 31. August 2016 endet. Eva Birkenstock hat Kunstgeschichte, Ethnologie und spanische Romanistik in Köln, Havanna und Berlin studiert, neben beruflichen Stationen in Hamburg, Lüneburg, New York und Basel. Seit Februar 2010 war Eva Birkenstock als Kuratorin am Kunsthaus Bregenz tätig, wo sie bis 2016 die Programmatik der KUB Arena verantwortete. Zu den Highlights ihres Programms für die KUB Arena des Kunsthaus Bregenz zählen die Neuproduktion »Die Sinthome Partitur« von Dora Garcia (2013), die anschließend auf der 56. Biennale in Venedig gezeigt wurde, erste institutionelle Einzelausstellungen in Europa von Künstlerinnen wie Ulrike Müller (2012) oder Amy Sillman (2015), die weltweite Erstaufführung des Theaterstückes »Hate Radio« von Milo Rau und die Entwicklung wechselnder Sommerformate wie »KAMP KAYA feat«, Kaya (2015) oder die Sommerakademie Kunst und Ideologiekritik nach 1989 (2012). Seit Anfang dieses Jahres organisiert sie die KUB Projekte mit Gaylen Gerber & Studio for Propositional Cinema sowie mit Sol Calero, ebenso kuratiert sie die Serie der KUB Billboards. Ihre Ausstellungspraxis zeichnet sich durch kollaborative und Recherche-basierte Projekte aus, die sich im Besonderen auf die Verbindungspunkte unterschiedlicher Diskurse und künstlerischer Arbeitsfelder beziehen.

www.kunstverein-duesseldorf.de/