Gabi Ngcobo ist die Kuratorin der 10. Berlin Biennale.

Zum Auswahlkomitee gehörten Krist Gruijthuijsen, KW Institute for Contemporary Art, Berlin, DE; Vasif Kortun, SALT, Istanbul/Ankara, TR; Victoria Noorthoorn, Museo de Arte Moderno de Buenos Aires, AR; Willem de Rooij, Frankfurt/Berlin, DE; Polly Staple, Chisenhale Gallery, London, GB; und Philip Tinari, Ullens Center for Contemporary Art, Peking, CN. Seit den frühen 2000er Jahren arbeitet Gabi Ngcobo in kollaborativen künstlerischen, kuratorischen und edukativen Projekten in Südafrika und auf internationaler Ebene. Sie ist Gründungsmitglied der zwei in Johannesburg ansässigen kollektiven Plattformen NGO – Nothing Gets Organised und Center for Historical Reenactments (CHR, 2010–14). NGO befasst sich mit Prozessen der Selbstorganisation abseits festgelegter Strukturen, Eindeutigkeiten, Kontexte oder Formate.  Kürzlich hat Ngcobo die 32. Bienal de São Paulo mitkuratiert, die aktuell im Ciccillo Matarazzo Pavilion in São Paulo, BR, zu sehen ist, sowie A Labour of Love, 2015, im Weltkulturen Museum, Frankfurt am Main, DE. Sie war für die Iziko South African National Gallery in Kapstadt, SA, sowie für die Cape Africa Platform tätig, wo sie 2007 die Cape07 Biennale in Kapstadt, SA, ko-kuratierte. In der Vergangenheit arbeitete sie mit diversen Institutionen, darunter Centro Atlantico de Arte Moderno (CAAM), Las Palmas de Gran Canaria, ES; Durban Art Gallery, SA; Joburg Art Fair, Johannesburg, SA; Johannesburg Workshop in Theory and Criticism (JWTC), SA; LUMA/ Westbau, Pool, Zürich, CH; New Museum, Museum as Hub, New York, US; und Raw Material Company, Dakar, SN. Seit 2011 unterrichtet sie an der Wits School of Arts der University of Witswatersrand, SA. Gabi Ngcobo war bereits mehrfach an der Biennale beteiligt: 2008 nahm sie an dem Young Curators Workshop Eyes Wide Open und 2014 präsentierte das Center for Historical Reenactments sein Projekt Digging Our Own Graves 101. Die 10. Berlin Biennale findet im Sommer 2018 statt.

Jan Paul Evers und Sebastian Stumpf erhalten Stipendium der Krupp-Stiftung.

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung vergibt in Zusammenarbeit mit der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang zwei Preise in Höhe von je 10.000 Euro im Rahmen ihres Stipendienprogramms »Zeitgenössische deutsche Fotografie«. Die Auszeichnungen erhalten Jan Paul Evers und Sebastian Stumpf. Das seit 1982 existierende Stipendium gehört zu den renommiertesten Auszeichnungen für zeitgenössische Fotografie in Deutschland. Mitglieder der Jury waren: Clément Chéroux, Leiter der Fotografischen Sammlung, Centre Georges Pompidou, Paris; Thomas Ruff, Künstler, Düsseldorf; Kerstin Stremmel, freie Kuratorin, Autorin und Kunstkritikerin, Köln;  Dr. Ingomar Lorch, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Essen; Florian Ebner, Leiter Fotografische Sammlung, Museum Folkwang, Essen. Jan Paul Evers (*1982, Köln), lebt und arbeitet in Köln und Braunschweig. Seine künstlerische Arbeit entwickelt sich auf dem Feld der experimentellen, gegenstandslosen Fotografie. Er filtert und extrahiert Bruchstücke aus der sichtbaren Wirklichkeit, speichert sie in digitalen Daten und übersetzt sie in analoges fotografisches Material. Sebastian Stumpf (*1980, Würzburg), lebt und arbeitet in Leipzig und Berlin. Sein Arbeitsraum ist die urbane Landschaft oder der Museumsraum, den er mit seinem Körper durchmisst. Fotoapparat und Videokamera dienen ihm als Aufzeichnungsmedien. Die entstehenden Arbeiten sind Dokumente über die Art und Weise, wie wir uns in diesen Räumen eingerichtet haben, zugleich sind sie formal souverän gelöste Slapstick-Auftritte. Info: Museum Folkwang, Museumsplatz 1,  45128 Essen, Fon 0201/8845160, Fax 0201/889145000. www.museum-folkwang.de 

Museum Abteiberg ist »Museum des Jahres«.

Jedes Jahr kürt die deutsche Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes AICA das beste deutsche Museum. Das Städtische Museum Abteiberg in Mönchengladbach ist zum Museum des Jahres 2016 gewählt worden. »Hervorragende Sammlungsbestände« internationaler Kunst vor allem seit den 1960er Jahren, eine »inhaltlich fundierte Zusammenarbeit mit bedeutenden Privatsammlungen« sowie kontinuierlich hochkarätige Ausstellungen machten das Haus zu »einer der führenden Adressen für Gegenwartskunst in Deutschland«, begründete der Verband seine Wahl. Das von Hans Hollein entworfene, 1982 eröffnete Museumsgebäude sei zudem ein »weltweit anerkannter Meilenstein postmoderner Museumsarchitektur«. Als Museum des Jahres wurden unter anderem schon das Kunstmuseum Ravensburg (2015), das Marta Herford, das Kolumba Museum des Erzbistums Köln und das Frankfurter Städel geehrt. Zur »Ausstellung des Jahres« kürte der AICA-Verband »Kader Attia. Sacrifice and Harmony« im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt. Es handelte sich um die erste deutsche institutionelle Einzelausstellung des 1970 geborenen algerisch-französischen Künstlers Kader Attia. Als »Besondere Ausstellung« würdigte der Verband die Schau »Rochelle Feinstein. I Made A Terrible Mistake« im Lenbachhaus in München.