50 Jahre Kunsthalle Düsseldorf am Grabbeplatz.


Seit ihrer Gründung im Jahr 1881 widmet sich die Kunsthalle Düsseldorf gemeinsam mit dem Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen der aktuellen Kunstproduktion.  Den Auftakt zum Geburtstag macht die Ausstellung »Wirtschaftswerte / Museumswerte«, die die Institution Kunsthalle im Kontext der Kunstgeschichte, Kulturpolitik und der sie umgebenden Kunstinstitutionen der 1960er und 1970er Jahre ergründet. »Wirtschaftswerte / Museumswerte« geht explizit auf die Geschichte seit Neugründung der Kunsthalle ein, eine PROSPECTRETROSPECT aus heutiger Sicht und im damaligen Sinne. Damals vordringliche, experimentelle und wenig bis gar nicht etablierte Strömungen und Positionen ausgestellter Künstlerinnen und Künstler und Werke zählen heute zumeist zum Bestand internationaler musealer Sammlungen und sind damit kanonisiert. Der Schwerpunkt der Ausstellung widmet sich den Jahren von 1966 bis 1981.Titelgebende Arbeit der Ausstellung ist die Installation »Wirtschaftswerte« von Joseph Beuys, erstmalig 1980 in Gent bei »Kunst in Europa na '68« gezeigt. Das Werk ist eine Kritik an der Wegwerfgesellschaft und am Umgang mit lebenswichtigen Ressourcen, zu denen Beuys im übertragenen Sinne auch die menschliche Kreativität zählte. Mit der Ausstellung »Wirtschaftswerte / Museumswerte« wird die Kunsthalle Düsseldorf temporär zum Ort einer musealen Ausstellung und thematisiert damit auch die aktuelle Frage nach dem Stellenwert und der Wahrnehmung im Profil von Häusern mit und ohne eigene Sammlung. Mit Giovanni Anselmo, Art & Language, Bernd & Hilla Becher, Joseph Beuys, Marcel Broodthaers, Daniel Buren, Christo, Tony Cragg, Hanne Darboven, Braco Dimitrijevic, Jim Dine, Hans-Peter Feldmann, Barry Flanagan, Lucio Fontana, Jef Geys, Gilbert & George, Hans Haacke, On Kawara, Yves Klein, Imi Knoebel, Jannis Kounellis, Bernd Lohaus, Richard Long, Nam June Paik, Blinky Palermo, Panamarenko, Gerhard Richter, Dieter Roth und Andy Warhol. Bis zum 18. Juni 2017. Info: Kunsthalle Düsseldorf, Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf, 0211/8996243, Fax 0211/8929168, www.kunsthalle-duesseldorf.de
 

2017 geht der mit 8.000 Euro dotierte ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine an den Hartware MedienKunstVerein (HMKV).

In der Begründung der Jury (Heike Ander, Jörn Bötnagel, Ulrike Mohr, Ludwig Seyfarth Christoph Tannert) heißt es: »Die Arbeit des Hartware MedienKunstVereins Dortmund überzeugt durch ihre konzeptionell stringente Orientierung. Im Vordergrund stehen gesellschaftsrelevante und genreübergreifende Fragestellungen, die mit aufsehenerregenden Themenausstellungen inszeniert werden. Besondere Sorgfalt legt der Verein auf seine Öffentlichkeitsarbeit und auf moderne Vermittlungsstrategien. Aus einer besonderen Schwerpunktsetzung im Bereich der Medienkunst hat der Verein breiter angelegte Programme entwickelt und sich Prinzipien der Interaktion zu eigen gemacht, die unter kuratorischen Leitlinien gleichermaßen Künstler wie Publikum in Entscheidungsfindungen einbezieht. Der Hartware MedienKunstVerein hat überdies eine Scharnierfunktion bei der Betreuung des vom Land NRW aufgelegten Programms für Medienkünstlerinnen inne.«

Kito Nedo wird mit dem Preis für Kunstkritik 2017 ausgezeichnet

Der mit 3.000 Euro dotierte Preis wird von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) in Kooperation mit der ART COLOGNE verliehen und richtet sich an freie Journalistinnen und Journalisten. In der Begründung der Jury(Marius Babias, Astrid Mania, Jörg Scheller, Tobias Timm, Gerrit Gohlke) heisst es: »Nedo ist ein Kritiker, der seinen Platz noch nie allein dort gesehen hat, wo der Kunstbetrieb stillschweigend Macht und Bedeutung konzentriert. Oft greift er zu klassischen journalistischen Formaten, um in Berichten, Analysen und Interviews von seiner enzyklopädischen Kenntnis auch selten beachteter Ausstellungsorte zu profitieren. So unterläuft er die hypnotische Fixierung auf Groß-Events und Stars, um auch kritische Stimmen einzufangen. Er verteidigt einen Ton gelassen ruhiger Beobachtung, der sich von Verlautbarungs- und Huldigungsprosa fernzuhalten weiß. Kritik ist für Kito Nedo immer auch Umverteilung von Aufmerksamkeit und damit ein Beitrag zur Fairness gegenüber Einzelpositionen und Randphänomenen.« Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger: Jörg Scheller (2016); Stefan Kobel (2015); Barbara Buchmaier und Christine Woditschka (2014); Astrid Mania (2013); Kolja Reichert (2012); Jens Kastner (2011); Jennifer Allen (2009); Rudolf Schmitz (2008); Ludwig Seyfarth (2007); Catrin Lorch (2006); Dominic Eichler (2005); Gregory Williams (2004); Raimar Stange (2003); Renate Puvogel (2002); Jan Verwoert (2001); Stefan Römer (2000); Hans-Christian Dany (1999). Der Preis wird zusammen mit dem ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine am Freitag, 28. April 2017 um 15 Uhr in der TALK LOUNGE in Halle 11.3 der ART COLOGNE verliehen.