Kate Newby in der Kunsthalle Wien.

Die Kunsthalle Wien stellt unter dem Titel »I can’t nail the days down« Arbeiten von Kate Newby vor. Für die Ausstellung entstehen neue, ortsbezogene Arbeiten, die die Grenzen zwischen dem Werk und seinem Umfeld unscharf werden lassen. Für eine großformatige Bodenarbeit, die den Großteil des Raums im Glaspavillon einnehmen wird, setzt Newby Mauerziegel als künstlerisches Material ein. Die 1979 geborene Künstlerin bearbeitet ungebrannte Ziegel und fügt gefundene Elemente bei, wie etwa zurückgelassene Glassplitter von Passant/innen des Karlsplatzes, Münzen oder Restbestände jenes Tons, der während des U-Bahnbaus aus dem Erdreich gewonnen wurde. Durch den nachträglichen Brennprozess verbinden sich die Glasscherben und Tonstücke mit den Ziegeln und lassen unerwartete Formationen entstehen. Mit einer Intervention führt die Künstlerin die Installation im Außenraum weiter. Newby greift häufig architektonische Sonderheiten und unauffällige Details auf und setzt sie in einen neuen Kontext. Dabei bleibt oft unklar, was durch die Künstlerin hinzugefügt wurde und was Teil der realen Umgebung ist. Ihre Arbeiten wollen nicht nur durch bloßes Betrachten, sondern durch eine körperliche Auseinandersetzung erfahren werden. Kuratorin: Juliane Bischoff. Vom 16. Mai bis 2. September 2018. Info: Kunsthalle Wien, Museumsplatz 1, 1070 Wien, Fon 0043/1/52189-0, Fax 0043/1/52189-1217. www.kunsthallewien.at

Der 27. Montblanc de la Culture Arts Patronage Award geht an Jürgen Wesseler.

Der 27. Montblanc de la Culture Arts Patronage Award geht an Jürgen Wesseler. Mit dem Preis werden Kunstförderer aus aller Welt ausgezeichnet. Der 1938 geborene Jürgen Wesseler wurde für seine Unterstützung von Künstlern der Avantgarde sowie für sein lebenslanges Engagement als Gründer und Leiter des Bremerhavener Kabinetts für aktuelle Kunst geehrt. Der deutsche Preisträger ist einer von 17 Kunstförderern aus aller Welt, die 2018 für ihr außergewöhnliches persönliches Engagement im Bereich der Kunst geehrt werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Kulturpreisen, bei denen die Arbeit und die Kreativität von Künstlern in unterschiedlichen Disziplinen im Mittelpunkt stehen, würdigt der Montblanc de la Culture Arts Patronage Award seit 1992 all diejenigen, die durch ihre Großzügigkeit Künstlern die Möglichkeit bieten, neue künstlerische Perspektiven zu schaffen, umzusetzen und zu teilen. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert. Mit dem Montblanc de la Culture Art Patronage Award wurden in den vergangenen 26 Jahren nahezu 300 Mäzene in 17 Ländern ausgezeichnet.

Imi Knoebel im Museum Haus Konstruktiv.

Museum Haus Konstruktiv: »Imi Knoebel Guten Morgen, weisses Kätzchen«. Knoebel, der zwischen 1964 und 1971 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf studierte und u. a. mit Imi Giese, Blinky Palermo und Jörg Immendorff der legendären Klasse von Joseph Beuys angehörte, bildete bereits während der Studienjahre eine radikal minimalistische Formensprache aus. In Ablehnung jeglicher Abbildfunktion entwickelte er eine Arbeitsweise, die von einem haptischen Einsatz der Farbe, einem geometrischen Formenvokabular und einer insgesamt schlichten Materialästhetik geprägt ist. Im Erdgeschoss des Museum Haus Konstruktiv inszeniert Knoebel mit Raum »19 III« (1968/2006) die dritte Version seines Schlüsselwerks: ein ortsspezifisch arrangiertes Environment, das aus dem reichhaltigen Konvolut seiner Werke aus Hartfaserplatten schöpft und im Wesentlichen sein dreidimensionales Skizzenbuch darstellt. Auch Werke aus dem Komplex der sogenannten Kernstücke, die die Grundprinzipien seines Kunstverständnisses veranschaulichen, sind zu sehen. Ebenso werden ältere und jüngere Werke kombiniert und mit neuen Produktionen in den Kontext des Museums eingebunden. Vom 31. Mai bis 2. September 2018. Info: Museum Haus Konstruktiv, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich, Fon 0041/44/2177080. www.hauskonstruktiv.ch