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30.08.2010 Alicja Kwade
Die polnische Bildhauerin Alicja Kwade erhält den Robert Jacobsen-Preis der Stiftung Würth. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. Die Verleihung wird im kommenden Frühjahr zusammen mit einer Werkpräsentation der Künstlerin im Würth Haus Berlin stattfinden. Die Entscheidung der Jury (C. Sylvia Weber, Hans Baschang, Sean Rainbird, Harald Siebenmorgen, Lun Tuchnowski, Armin Zweite, Maria Jacobsen) viel einstimmig. Das bisher vorliegende Werk der Künstlerin ist angesiedelt in einer Dialektik von Material und Form, von Fiktion und Faktum, von Objekt und Funktion, von natürlich und künstlich, von wertvoll und wertlos. Es sind immer wieder Alltagsgegenstände, die in neue Zusammenhänge gerückt werden. Kwade wurde 1979 in Kattowitz, Polen geboren und lebt heute in Berlin, wo sie von 1999 bis 2005 an der Universität der Künste studierte. Sie gehört zu einer Generation von Bildhauerinnen, die grundlegende Ansätze der Installationen der 1960er Jahre, wie der Minimal Art, aufgreifen und deren Prinzipien adaptieren, ohne die Inhalte fortzuführen. Alle zwei Jahre zeichnet die Stiftung Würth zeitgenössische bildende Künstler mit dem Robert Jacobsen-Preis aus. Der Preis wird im Andenken an den im Jahr 1993 gestorbenen dänischen Bildhauer Robert Jacobsen vergeben. Nach Lun Tuchnowski (1993), Richard Deacon (1995), Magdalena Jetelová (1997), Gereon Lepper (1999/2000), Stephan Kern (2001/2002), Rui Chafes (2003/2004), Bernar Venet (2005/2006) und Monika Sosnowska (2008/2009) folgt nun Alicja Kwade als Preisträgerin.
 
30.08.2010 Preis der Stadt Nordhorn
Der Kunstpreis der Stadt Nordhorn wird in diesem Jahr an die in Berlin lebende Künstlerin Susanne M. Winterling verliehen. Die 1970 in Oberfranken geborene Künstlerin machte zunächst ihren Magister in Philosophie und Kunstgeschichte. Anschließend studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg und später in Braunschweig bildende Kunst und schloss 2005 bei Prof. Marina Abramovic als Meisterschülerin ab. Themen ihrer Arbeiten sind Machtstrukturen, Identität und Persönlichkeit, denen sie sich in Fotografien, Filmen und Rauminstallationen annähert. Winterling bringt eine Vielzahl unterschiedlicher Medien zusammen, dabei entstehen in den gegebenen Räumlichkeiten individuelle und überraschende Konstellationen und Verknüpfungen. Susanne Winterling hatte zuletzt Einzelausstellungen in der BAWAG Contemporary in Wien (2009), GAK Gesellschaft für aktuelle Kunst, Bremen, (2009) und im Badischen Kunstverein Karlsruhe (2010) und war in zahlreichen internationalen Gruppenausstellungen vertreten. Aktuell ist eine Einzelausstellung im Centre‘Edition Contemporaine in Genf zu sehen. Als Auszeichnung erhält die Künstlerin ein Preisgeld in Höhe von 4.500 Euro sowie eine Ausstellung in der Städtischen Galerie Nordhorn in der Zeit vom 1. Oktober bis zum 7. November 2010.
 
30.08.2010 Kunstpreis Lingen
Bereits zum 19. Mal wird in diesem Jahr der Lingener Kunstpreis vergeben. Seit 1983 widmet er sich ausschließlich Künstlerinnen und Künstlern, die im Medium Malerei arbeiten. Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger waren u.a. Jochen Twelker (1990), Karin Kneffel (1994), Antje Majewski (1998), Cornelius Völker (2004), Julia Oschatz (2008). Insgesamt zwölf national und international namhafte Galerien wurden um jeweils zwei Vorschläge gebeten. Die Jury (Sigrid Hohoff, Petra Kunzelmann, Richard Lange, Melanie Bono, Vanessa Joan Müller, Meike Behm) hat entschieden. Die mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung geht an die 1975 in Geisingen geborene Künstlerin Birgit Megerle, die heute in Berlin lebt. Ihre figurative und abstrakte Malerei charakterisiert eine künstliche, steife und bühnenhafte Atmosphäre. Assoziationen an bühnenhaftes Geschehen werden durch eine Installation der Arbeiten im Raum verstärkt, indem die Bilder nicht nur an die Wand gehängt werden, sondern auf den Boden gelegt oder auf die Erde gestellt, so dass Betrachter unmittelbar zu einer leiblichen Auseinandersetzung mit den Bildern herausgefordert werden. Trotz ihres figurativen Charakters werden keine nachvollziehbaren Erzählungen präsentiert. Die Kunsthalle Lingen wird vom 4. September bis 14. November 2010 eine Einzelausstellung von Megerle zeigen. Dazu wird auch ein Katalog erscheinen.
 
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